FeedGideéon
GeschichteBrockhaus 1882

Gideéon, israel. Held aus der Periode der sog. Richter, war der Sohn des Joas aus der zamilie Abieser, ein Manassit, und wohnte zu Ophra jenseit des Jordans, als er angeblich durch einen Engel den Auftrag erhielt, Israel von dem Drucke der Midianiter zu befreien. Bevor er dies that, soll er den Baalkultus in seiner Familie ausgerottet und sich dadurch den Namen Jerub-⸗Baal, d. i. Baalskämpfer, erworben haben. Als nun midianit. Horden in die Ebene Esdrelon einfielen, sammelte G. ein Heer, aus dem er jedoch viele Furchtsame entlassen mußte, und überrumpelte das feindliche Lager durch List. Dieser und ein zweiter Sieg bei Karkor sicherten den Israeliten eine 40jährige uhe und brachten G. in solches Ansehen, daß man ihn zum König erheben wollte. Er starb zu Ophra und hinterließ 70 Söhne, unter diesen den Brudermörder Abimelech.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 26Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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