Gigantomachie (arch.), d. h. Gigantenkampf, ist der griech. Name für den Kampf der Götter wider die Giganten (s. d.). Von den zahlreichen Darstellungen der G. in antiken Kunstwerken ist manches erhalten, sowohl in Vasenbildern als auch in plastischen Darstellungen. Die älteste erhaltene plastische Darstellung ist die neuerdings dene vom Giebelfeld des Schatzhauses der Megareer in Olympia. Die Metopen der Ostseite des Parthenon, welche eine G. enthielten, sind zerstört und verwittert. Von dem Friese mit einer G. zu Priéne sind erst wenige Reste aufgefunden. Weit am großartigsten ist der jetzt im berliner Museum befindliche Fries des Altarbaues von Pergamum (s. d.) in überlebensgroßem Relief. Dieser Fries sollte gleich der in Statuen von halber Lebensgröße dargestellten G., die Attalos I. nach Athen schenkte, von der aber nur eine Figur erhalten ist, nicht sowohl den Sieg der Götter über die Giganten selbst verherrlichen, als vielmehr die von den pergamenischen Königen über die Gallier davongetragenen Siege, die mit dem der Götter über die Giganten verglichen wurden. Auch Phidias stellte eine G. im Innern des Schildes seiner Athene dar. Vgl. Preuner, Die pergamenischen Skulptureno in den Verhandlungen der 35. Versammlung deutscher Philologeno (Lpz. 1881) und Koop, De Gi⸗- gantomachiae in poeseos artisque monumentis usus (Bonn 1883).