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GeschichteBrockhaus 1882

Diadochen (grch., d. i. Nachfolger) nannten die spätern griech. und röm. Geschichtschreiber die Feldherren Alexanders d. Gr., welche sich nach dem Tode des Königs in dessen Weltreich teilten. Von den bedeutendsten dieser Männer behielt Antipater Macedonien mit Griechenland, Lysimachus anien, Thrazien mit einigen benachbarten Landschaften, Antigonus Lycien, Pamphylien und Phrygien, Ptolemäus Aspnaer Seleucus Babylonien. Rach vieljährigen blutigen Kämpfen der D. untereinander zuerst um die berhertschaft, dann um die Ausdehnung ihres Besitzes, welche einen vorläufigen Abschluß mit dem Untergange des Antigonus in der Schlacht bei Ipsus (301 v. Chr.) erhielten, bildete sich unter den «Epigoneno, d. i. den Söhnen und Enkeln der den überlebenden, siegreichen D., etwa seit 280 v. Chr., ein neues, auf griech. Bildung und Kriegskunst begründetes System von wroßen Staaten, welche man unter dem Namen her ahellenistischen zusammenzufassen pflegt. Die vichtigsten darunter waren Agypten unter der Dyiastie der Ptolemäer, Syrien unter den Seleueiden, und Macedonien unter den Nachkommen des Antigonus, zu denen später noch als Mittelstaat das Reich von Pergamum unter Herrschaft der Attaliden kam. Nachdem Macedonien bereits 146 und Pergamum seit 133 v. Chr. dem Römischen Reiche einverleibt worden, hatten später auch Syrien (64) und Agypten (30 v. Chr.) dasselbe Schicksal. Vgl. Droysen, «Geschichte des Hellenismus (2 Bde., Hamb. 1836—43; 2. Ausg., Gotha 1878).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 292Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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