Glimmerschiefer, eine ausgezeichnet schieferige Felsart, welche aus einem Gemenge von Glimmer (teils heller Kaliglimmer, teils dunkler Magnesiaglimmer) und Quarz in fehr wechselndem Verhältnis besteht; die extremen Endglieder sind ein fast nur aus Glimmer bestehender Schiefer und ein glimmeriger Quarzitschiefer. Der Glimmer bildet isolierte Schuppen und Blättchen oder zusammenhängende Membranen; der Quarz, in linsenförmigen Körnern und dünnen Lagen, tritt gewöhnlich erst auf dem Querbruch hervor, bisweilen formt er größere Knauer oder Wülste. Die quarzarmen und nicht schuppigen G. besitzen die vollkommenste und dünnste Schieferung. Aceessorisch sinden vor allem häufig Granat, auch Andalusit und Faserkiesel, Talk und Chlorit, Hornblende, Cordierit, Epidot, Turmalin, Staurolith, Disthen, Smaragd, Abpatit, Calcit, Magnetit, Eisenglanz, Rutil, Graphit u. s. w., also eine große Menge von Mineralien. Der Kalkg immerschieser ist durch einen reichlichen Kalkspatgehalt bei zurücktretendem Quarz charakterisiert. it dem Gneis, in welchen durch Aufnahme von mirder ein Übergang stattfindet, und dem Phyllit ist der G. das hervorragendste Glied, aus welchem die archäische Formation, diejenige der krystallinischen Schiefer aufgebaut wird; weit verbreitet ist er im Erzgebirge, Fi emialthnt im Riesengebirge und den Sudeten, den salzburger, tiroler, kärntner und schweizer Alpen, in Schottland, Norwegen, dem Ural. Als untergeordnete Einlagerungen enthält der G. oft Kalksteine, Quarzite, Chloritschiefer, auch Erzlager, wie Brauneisenerz, an Silicaten und Schwefelmetallen reiche Magneteisenlager, Kupfer⸗ und Quecksilberlagerstätten.