Glühwein, auch Negus, Neeus oder Nicus enannt, ein durch Erwärmen von Rotwein mit Zimt, Nelken und Zucker bereitetes Getränk. Glühwurm nennt man im allgemeinen mehrere Insekten, welche die Eigenschaft haben, daß sie durch phosphorisches Licht im Dunkeln leuchten. Besonders besitzt die Gruppe der Leuchtkäfer (Lampyrida), die in Amerika durch zahlreiche und große Arten sich auszeichnet, diese Eigenschaft. Von der Gattung Johanniswürmchen (Lampyris) kennt man in Deutschland 10r Arten, eine größere (L. noctiluca), bei welcher das Männchen kaum leuchtet, und eine kleinere (L. splendidula), wo das fliegende Männchen ebenso stark leuchtet als das Weibchen. Merkwürdigerweise ist das altende W8. an dunkeln, grasigen Orten sich aufhaltende Weibchen dem Männchen ganz unähnlich, larvenartig en Benen einem gegliederten Wurme mit kurzen Beinen 02 Licht woher der Name. Das schöne bläulichweiße Licht des Johanniswürmchens kommt aus den zwei vorletzten Ringen des Bauches, welche auch am Tage durch eine gelbliche Färbung ausgezeichnet sind. Die gelblichweiße leuchtende Substanz ist in zwei kleinen Säcken unter den Ringen eingeschlossen und besteht aus durchsichtigen Zellen, die von vielen Luftröhren durchzogen sind. Die nähere Ursache des Leuchtens ist noch nicht mter Wast aufgeklärt. Bringt man jene Säckchen unter Wasser, so leuchten sie wohl 48 Stunden lang ununterbrochen fort. Die Larven fressen Schnecken und verpuppen sich in den ausgefressenen Gehäusen. Außer diesen beiden Arten gibt es noch viele verwandte Gattungen bei uns, die aber nur sehr schwach leuchten. Im tropischen Amerika leben viele Arten von Springkäfern (Elater), die am Brustschilde zwei heller gefärbte Flecken tragen, aus welchen des Nächts ein sehr starkes Licht ausströmt. Vorzüglich ist der Cucujo (Elater noctilucus) berühmt, der in der Regenzeit in Menge herumfliegt.