Godetia S5y., eine zu der Pflanzenfamilie der Onagraceen Snoiber Gattung Nordamerikas, den eigentlichen Onotheren sehr nahe stehend und von diesen fast nur durch die Farbe der Blumen verschieden. Die Gattung G. wird deshalb auch von vielen Botanikern zu Oenothera gezogen. Sie ist in den Blumengärten durch mehrere einjährige Arten vertreten. G. rubicunda Sy. bildet einen hübschen aufrechten, 50 em hohen Busch mit violettrosenroten Blumen, deren Blätter innen mit je einem purpurnen Flecken geziert sind; von ihr unterscheidet sich var. splendens durch größere purpurkarminrote Flecken und var. Schamini durch milchweiße Blumen mit purpurroten Makeln. G. Lindleyana Sy. hat etwas größere, in ährenförmigen Trauben stehende, blaßpurpurrosenrote, am Nagel oder in der Mitte der Kronblätter mit einem breiten karminrosenroten oder purpurnen Flecken gezeichnete Blumen. Auch von ihr gibt es mehrere Varietäten, von denen var. Tom Pouce wegen ihres zwerghaften und sehr dichtbuschigen Wuchses sowohl, wie wegen ihrer großen Sträuße lilarosenroter, innen atlasweiß reflektierender Blumen ein wertvolles Einfassungsmaterial liefert. G. Whitneyi 4. Gra endlich, die ausgezeichnetste der Arten, ist nur 30 em hoch und trägt große, zart rosenrote, auf den verkehrtherzförmigen Kronblättern mit großen, leuchtend purpurroten Lel de verzierte Blumen, welche den ganzen obern eil der Pflanze bedecken. Die beliebteste ihrer Formen, var. Lady Albemarle, bildet einen dichten Busch mit außerordentlich zahlreichen, leuchtend karminroten Blumen, welche einen Durchmesser von 8 em erreichen. Alle diese einjährigen Arten sind ein Schmuck der Blumenbeete. Man sät sie mit Vorteil Ende September auf ein sorgfältig zubereitetes Beet, pikiert die Pflänzchen und hebt sie im März und April mit dem Erdballen aus, um sie an Ort und Stelle zu setzen. Man sät sie auch wohl Ende März an den Platz, auf welchem sie blühen sollen, möglichst dünn und entfernt die zu dicht aufgegangenen Pflanzen. In Töpfe gesetzt, sind die Godetien gern gekaufte Marktpflanzen.