Gomphréna L., Amarantine, ein Name, der sich auf die Verwandtschaft dieser Pflanzengattung mit dem eigentlichen Amarantus bezieht, von welchem eben G. nur durch die Form der Infloreszenz verschieden ist. Wie bei jenem sind die Blüten zwar sehr klein und unbedeutend, aber in großer Zahl zusammengedrängt und von trockenhäutigen, prächtig gefärbten Bracteen umgeben. Die iewom Wiunien werden deshalb derjenigen Kategorie von Blumen beigezählt, welche als Immortellen (s. d.) für Dauerbouquets und ähnliche Bindereiartikel Verwendung finden. Während aber die Infloreszenz bei dem eigentlichen Amarant lange, verästelte Ahren bildet, ist sie bei G. einfach und verkürzt, oft sogar kugelig und kopfförmig. Die Gattung G. ist an Arten ziemlich reich, die der Mehrzahl nach der Kultur in Blumengärten wert sind, obgleich noch nicht alle eingeführt. Die bekannteste Art ist G. globosa L., der Kugelamarant, für deren Heimat Indien gehalten wird. Sie ist eine weichbehaarte, weißliche, schon an der Basis verästelte Pflanze von etwa 30 em Supai die Aste tragen glänzend violette Blütenköpfchen bald einzeln, bald zu zwei bis drei in den Achseln zweier kleiner Blätter auf 810 em langen Stielen. Man hat in den Gärten mehrere Varietäten, mit rahmweißen, fleischfarbigen, weißen und mit Violett gestreiften Blumen. Neuerdings ist von dieser Art auch eine Miniaturform, var. nana compacta, erzogen worden. „Die Gomphrenen sind einjährig oder werden wenigstens als Einjährige kultiviert. Wegen ihrer Empfindlichkeit ist G. globosa zur Kultur im freien Lande wenig geeignet, desto besser aber für die Kultur in Töpfen oder, wenn die Blumen in größerer Menge für Zwecke der Binderei gebraucht werden, auf abgetragenen Mistbeeten unter Glas. Andere Arten, z. B. G. Haageana Klotesch, mit orangefarbenen Blütenköpfchen, werden weniger häufig kultiviert als die obengenannte Art.