FeedGolgätha
ReligionBrockhaus 1882

Golgätha, richtiger Golgotha, d. h. Schädel, Schädelstätte, hieß der etwas 4— Richtplatz der Juden außerhalb der Thore Jerusalems, wo Jesus gekreuzigt und begraben wurde. Auf der durc) die Tradition bezeichneten Stelle an der Nordwestseite (innerhalb) der Stadt ließ Helena, die Mutter Kaiser Konstantins d. Gr., im 4. Jahrh. die Kirche des Heiligen Grabes erbauen. Gegenwärtig liegt die dabt,uunde innerhalb der alten Ringmauer der Stadt, und es bleibt trotz neuerer Verteidigungen mehr als zweifelhaft, ob sie wirklich auf der Stelle des alten G. 577 n kath. Ländern heißt jede Erhöhung und Kapelle, wo ein Kreuz oder, in Beziehung auf die Kreuzigung Christi zwischen den beiden Schächern, drei Kreuze aufgepflanzt sind und wohin man besonders in der Fastenzeit wallfahrtet, Kalvarienberg (vom lat. calvaria, Schädel). An der Seite des (Kreuz⸗) Wegs, der zur Kreuzstätte führt, sind Bilder und kleine Kapellen mit Inschriften angebracht, die 14 Stationen, welche die Hauptmomente des Leidens Christi darstellen. Solche Kreuzwege sind häufig auch in den Kirchen vorhanden. Dergleichen Wallfahrtsorte mit der Kreuzwegandacht bilden einen Ersatz für die Pilgerreisen ins Heilige Land und sind daher auch mit päpstl. Ablässen beabt. Berühmt ist besonders der meist Mont-Vaerien genannte Kalvarienberg bei Paris-

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 178Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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