Golkonda ist der Name eines der Kreise (Sarkars oder Circars) des brit.⸗ind. Vasallenstaats des Nizam von Hyderabad, welcher 6 0ber ein eigenes Reich im Dekhan bildete, zugleich aber auch Name einer 11 Em westlich von der Hauptstadt Hyderabad 17² 22 nördl. Br. und 78 29 östl. L. (von Greenwich) gelegenen Festung und verfallenen Stadt. Die Festung, auf einem Granitgrat gelegen, sehr stark und gut erhalten, aber von den umliegenden Höhen beherrscht, wird als Staatsgefängnis und als Schatzkammer des Nizam scharf bewacht. Nur 600 m von ihr + 1 auf wüstem Felsengrunde, die schon sehr verfallenen 18 4. ranitenen Mausoleen der Könige aus der Kutab-Schah-Dynastie, mit stattlichen Kuppeln und . An jedes Mausoleum schließt sich eine Moschee, deren zahlreiche den hat die Armen der Nachbarschaft täglich zu speisen hatten. Der Park der Umgegend mit seinen Fontänen, die Teppiche im Innern der Gänge und die reichen Draperien der Sarkophage sind verschwunden. G. war früher durch seine Diamanten berühmt, sodaß man die Hochebene von Hyderabad auch wohl das Diamantenplateau genannt hat. Aber die Diamanten wurden in G. selbst nur geschnitten und poliert; der Fundort war Partijal (Parteall), ein verfallener Ort unweit der Südgrenze des Nizamgebiets.