FeedGolling
VerkehrBrockhaus 1882

Golling, Marktflecken im österr. Herzogtum Salzburg, rechts an der Salza, 476 müber dem Meere, 10 km im SO. von Hallein, in einer an Naturschönheiten reichen Gebirgslandschaft, ist Station der Linie Salzburg-Wörgl der Kaiserin Elisabeth-Bahn, Sitz eines Bezirksgerichts und zählt (1881) 666 E. In der Nähe ist der vielbesuchte Gollinger Fall, die die Vahn i und der Paß Lueg, durch welchen jetzt die Bahn führt. In einem Engthale westlich von G. stürzt der Schwarzbach in zwei Absätzen 127 m tief aus einem Felsloch am Abhang des Hohen Göll herab. Der + wurde 1798 von dem herrschaftlichen Pfleger Mayern zugänglich gemacht und später ließ ein Fürst von Schwarzenberg Wege und Treppen anlegen, um das schöne Naturschauspiel bequemer genießen zu können. Daß der Schwarzbachfall ein Abfluß des Königssees bei Berchtesgaden sei, ist eine alte Sage. Wenigstens soll der Fall ausgeblieben sein, so oft der Spiegel des Königssees unter dem sog. Kuchler Loch stand. zollmick (Karl), Musikschriftsteller und Komponist, geb. 19. März 1796 zu Dessau, studierte zu Straßburg Theologie und Musik und trat 1817 in das Theaterorchester zu Frankfurt a. M. Er wurde 1858 pensioniert und starb 3. Okt. 1866 zu Frankfurt a. M. Als Komponist lieferte G. Klavierwerke und Lieder; unter seinen Schriften sind hervorzuheben: (Handlexikon der Tonkunsto (Offenbach 1858) und seine «Autobiographies (Frankf. 1866).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 179Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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