FeedGolubatz
BaukunstBrockhaus 1882

Golubatz (auch Golum bäcs, Galamböcz, d. i. Taubenschloß), ehemals festes Schloß an der untern Donau in Serbien, von dem noch Reste vorhanden sind. G. spielt in den mittelalterlichen Kämpfen der Serben, Ungarn und Türken eine bedeutende Rolle. Man führt die ersten Anlagen der Befestigungen bis auf die Römerzeit zurück. Von 1428 bis 1688 war der Ort türkisch; seitdem verfiel derselbe. Das Schloß G. wird als die Heimat der Golumbaeser Mücken betrachtet, die der Sage nach in einer der Felsenhöhlungen am Fuße der Feste entstehen. Dort liegt nämlich der von St. Georg getötete Drache, aus dessen Rachen die den Pferden und Rindern gefährlichen Insekten hervorgehen. * den Monaten April bis Juni erscheinen diese Mücken oft in zahlreichen Schwärmen und verursachen großen Schaden.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 184Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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