Gordon (Sir John Watson), schott. Porträtmaler, geb. 1788 als Sohn des Flottenkapitäns Watson in Edinburgh, studierte unter seinem Onkel George Watson, späterm Präsidenten der Schottischen Akademie, und unter John Graham und fing seit 1808 an, Bilder in Edinburgh auszustellen. Seine ersten Gegenstände wählte er aus Sir Walter Scotts Lay of the last minstrel), widmete sich aber dann ausschließlich der Porträtmalerei. Weil außer ihm noch drei andere Watsons als Maler in Edinburgh lebten, nahm er 1826 den Namen Gordon an. Seine besten, durch künstlerischen Stil wie durch Farbenfrische gleich ausgezeichneten Bilder gehören den dreißiger und vierziger Jahren an. Die Porträts der spätern Zeit, obgleich noch immer vortrefflich als Porträts, sind weniger anziehend durch eine fast zur Manier getriebene strenge Einfachheit und das monotone Grau des Kolorits. Nachdem G. schon 1841 zum Associate der Königl. Kunstakademie erwählt war, wurde er 1850 Präsident der Schottischen Kunstakademie und erlangte als solcher die Ritterwürde. Im J. 1851 wählte die Königl. Kunstakademie ihn zu ihrem ordentlichen Mitgliede. Er starb in Edinburgh 1. Juni 1864.