Gottesfurcht heißt die fromme Grundstimmung des Gemüts, welche aus dem Bewußtsein der Er-Lewotheh Gottes und der Heiligkeit seines Willens hervorgeht. Sie zeigt sich in der frommen Scheu, den Namen Gottes nicht zu entheiligen, in der Ehrer d. welche die Größe Gottes bewundert, und in er Demut, welche seinen Geboten sich unterordnet und Gott gegenüber die eigene Kleinheit, Ohnmacht und Sünde lebendig vor Augen hat.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 235Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei