Schwarzburg-Rudolstadt, Landratsamt Frankenhausen, zählt (1885) 2112 CE., ist Sitz eines Amtsgerichts und hat ein Schloß und Seilereien. Schlotten, Pflanzenart, s. Jakobslauch. Schlotten sind Höhlen oder Höhlensysteme, welche durch die Auflösungen unterirdischer Gipsstöcke entstanden sind. Sie finden sich deshalb namentlich im Gebiete der gipsreichen Zechsteinformation, so am südlichen und südwestl. Harzrande. Durch die Einstürze von S. entstehen Erdfälle (s. d.). Schlotteräpfel, s. u. Apfel, Apfelbaum. Schlottmann (Konstantin), evang. Theolog und Orientalist, geb. 1819 zu Minden, studierte in Berlin und auf dem wittenberger Predigerseminar Theologie, wandte sich dann besonders religionsgeschichtlichen und semitischen Studien zu. Im Frühjahr 1847 habilitierte er sich an der Universität Berlin für alttestamentliche Exegese, ging dann 1850 als Gesandtschaftsprediger nach Konstantinopel, von wo er nach mehrfachen Reisen in den Orient 1855 als Professor nach Zürich, 1859 nach Bonn und 1866 nach Halle berufen wurde. S. veröffentlichte eine Bearbeitung des Buchs Hiob (Berl. 1851), De Philippo Melanchthone respublicae litterariae reformatores (Bonn 1860), De respublicae litterariae originibus o (Bonn 1861), « Die Inschrift Eschmunazarso(Halle 1868), Die Siegessäule Mesaso (Halle 1870), «Das Vergängliche und Unvergängliche in der menschlichen Seele nach Aristoteles» (Halle 1873), Erasmus redivivuso (Halle 1883). Die Fortsetzung des letztern Werks, die bis jetzt nur in einigen Kapiteln in einem halleschen Universitätsprogramm veröffentlicht wurde, rief im preuß. Landtage 11. und 15. März 1883 heftige Angriffe Windthorsts und der ultramontanen Centrumspartei gegen S. und die theol. Fakultät in Halle hervor. Der besonders angegriffene, gegen das letzte Vatikanische Konzil gerichtete Abschnitt wurde darauf von Jakobi in deutscher übersetzung (Der deutsche Gewissenskampf gegen den Vatikanismus », Halle 1882) herausgegeben. Als Vorsitzender der von der Eisenacher Konferenz deutscher Kirchenregimente eingesetzten Kommission zur Revision der deutschen Lutherbibel verfaßte er die Schrift: «Wider Kliefoth und Luthardto(Halle 1885). Vgl. Jakobi, «Professor S., die hallesche Fakultät und die Centrumsparteiv (2. Aufl., Halle 1882). Schlözer (Aug. Ludw. von), ausgezeichneter deutscher Geschichtsforscher, geb. 5. Juli 1735 zu Gaggstedt in der Grafschaft Hohenlohe-Kirchberg, studierte in Wittenberg und Göttingen Theologie und orient. Sprachen und ging 1755 als Hauslehrer nach Stockholm, dann nach Upsala. In