Gould (Sabine Baring), englischer philos.⸗theol. Schriftsteller, geb. 28. Jan. 1834 in Lew-Trenchard in Devonshire, stammt ab von John Baring, dem Gründer des berühmten Handelshauses Baring Brothers, und erst sein Großvater, William Baring (Neffe Sir Charles Barings), nahm den Namen G. an, als er die Güter der seit dem 14. Jahrh. in Devonshire ansässigen Familie seiner Mutter erbte. Sabine Baring G. studierte in Cambridge, wo er 1855 den Grad eines Bachelor, 1857 den eines Master of Arts erlangte. Als Schriftsteller trat er zuerst auf mit dem Werke Iceland, its scenes and sagaso (1863), der Frucht einer 1862 nach jener Insel gemachten Reise. Im J. 1865 als Prediger ordiniert und 1867 als Pfarrer in Dalton in Horkshire angestellt, eenere er 1872 diese Pfarre mit der von Cast-Mersey bei Colchester, in der er noch gegenwärtig thätig ist. In demselben Jahre erbte er nach dem Tode seines Vaters die Güter seiner Familie in Devonshire. Es erschienen von ihm: Postmediaeval preacherso (1865), The book of weirwolveso (1865), Myths of the middle ageso (1867; neue Ausg. 1881), «Curiosities of olden timeso (1868), The origin and development of religious belief' (1870; neue Ausg. 1882), In exitu Israel: an historical novelo (2 Bde., 1880), KLegends of the Old Testament characters v (2 Bde., 1871), Village conferences on the creedo (1873), (Vorkshire oddities and strange eventso (1874), „The lost and hostile gospelso (1874). Außerdem veröffentlichte er einen Band Gedichte unter dem Titel The silver store (1868), ferner Village sermonso (1876), (Sermons to childreno (1879), Village preaching for Saints dayso (1881), The vicar of Morwenstowo (1876), die Biographie eines excentrischen engl. Geistlichen, und Germany, present and pasto (2 Bde., 1879; 2. Aufl. 1882), welches letztere Werk ein mit vieler Sachkenntnis gezeichnetes Bild deutscher Zustände entwirft.