Grach (Friedrich), Major in türk. Diensten, geb. 1812 zu Trier, diente in der preuß. Artillerie, in welcher er zuletzt Wachtmeister einer reitenden Batterie war und 1841 mit einigen preuß. Artillerieoffizieren nach Konstantinopel zur Reorganisation der türk. Artillerie entsendet wurde. G. trat als Offizier in türk. Dienste über und wurde 1849 zum Major in der türk. Artillerie ernannt. Nachdem die Russen 1854 wesentlich durch seine gute Leitung der Festungsartillerie verhindert worden waren, sich leich zu Beginn des Feldzugs der Festung Silitria zu bemächtigen, und die Belagerung aufgehoben hatten, begab sich G. nach Rustschuk, erkrankte dort an der Cholera und starb 25. Aug. 1854.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 259Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei