Holtzendorff (Georg Ernst von), preuß. General, geb. 14. Febr. 1714 in Kalbe, nahm an den schles. Kriegen als Artillerieoffizier und 1747 unter dem Marschall von Sachsen an dem Feldzuge in Flandern teil, verbesserte das Verfahren beim Guß eiserner Hohlgeschosse und erwarb sich durch die Vielseitigkeit und Gediegenheit seines Wissens das besondere Vertrauen König Friedrichs des Großen. Er wirkte in Berlin als Lehrer in den preuß. Militärbildungsanstalten; seine Vorträge, das sog. Hesche Kollegium, dienten dem Unterricht in den Regimentsschulen als Leitfaden. H. wurde in der Schlacht bei Leuthen verwundet, war jedoch bei der Belagerung von Olmütz bereits wieder als Feuerwerksmeister thätig. Er wurde 1770 Kommandeur des 1. Artillerieregiments, 1776 Chef des 3. Artillerieregiments, 1777 Generalinspekteur der Artillerie als Nachfolger Dieskaus und starb zu Berlin 9. Dez. 1785. Vgl. von Troschke, „Beziehungen Friedrichs d. Gr. zu seiner Artilleries (Berl. 1865).