Granada, eins der zur Krone Castilien gehörenden Königreiche Spaniens von 28653 qkmemit Vrood 1327804 E., zerfällt seit 1833 in die drei rovinzen G. (12787 qkm mit 477719 C.), Almeria (s. d.) und Malaga (s. d.). Es umfaßt den rößten Teil Oberandalusiens, d. i. des Gebirgsandes von G. oder der granadin Bergterrasse. (S. Spanien.) Das Gebiet des frühern Königreichs G. war zur Zeit der Römer ein Teil der Provinzen Baetica und Hispania Carthaginensis und Fandat im 5. Jahrh. n. Chr. 5 Wetzapten den andalen, Alanen, Sueven und Westgoten, die Küstenstädte 534—624 den Oströmern. Nach der Croberung Spaniens durch die Araber (711) gehörte es seit 755 zum Sultanat (seit 929 Kalifat) Cordova; nach dem Untergange der Omaijaden (1028) den Zeiriden (Granada), Edrisiden (Malaga 1025—86) und Beni Somadih (Almeria 1041—91), seit 1238 aber bildete es ein selbständiges maurisches Königreich unter der Dynastie der Alhamaren. Das Reich umfaßte zur Zeit seiner größten Ausdehnung 33 Bezirke, ebenso viele größere und 97 kleinere Städte, zählte 3 Mill. E. und stellte 100000 Krieger ins Feld. Der fruchtbare und fleißig bestellte Boden nährte vollkommen diese große Menge Bewohner, und außer Südfrüchten und Getreide, Wein und Oliven war vorzüglich Seide der Hauptgegenstand eines einträglichen Handels, der besonders mit Italien getrieben wurde. Schon seit 1246, wo auch Jaen abgetreten ward, mußten die Könige von G. castilische Hoheit anerkennen und Tribut zahlen. Als Mulei-Abul-Hazen bei der von ihm 1476 nachgesuchten Erneuerung des Waffenstillstandes die Fortentrichtung der Abgabe verweigerte, ja sogar Zahara, eine den Spaniern gehörige kleine befestigte Stadt Andalusiens, 1481 durch Überfall eroberte, begann 1481 zwischen den Beherrschern von G. und Ferdinand dem Katholischen ein elfjähriger Krieg, der nach Eroberung der einzelnen Gebiete und nach Besiegung des letzten maurischen Königs Abu-Abdallah el-Zaquir (Boabdil) 2. Jan. 1492 mit der Einnahme der Stadt G. und der Vernichtung der Herrschaft der Mauren in Spanien überhaupt endigte. In kirchlicher Beziehung kietun der größte Teil G.s zum Sprengel des Erzistums G. mit den Suffraganbistümern Almeria und Guadix (Acci), dagegen ist das Bistum Malaga der Provincia Hispalensis (Erzbistum Sevilla zugeteilt. Vgl. Washington Irving, (Chronicle of the conquest of G.v (2 Bde., Lond. 1829); Lafuente y Alcantara, Historia de G.5 (4 Bde.,