Granada, Hauptstadt des gleichnamigen Departements der mittelamerik. Republik Nicaragua, am nordwestl. Ufer des Nicaraguasees, am Nordfuß des 1670 m hohen erloschenen Vulkans Mombacho, dessen Abhänge fast gänzlich mit Kakaoplantagen bedeckt sind, in 66 m Höhe über dem Meer, zählt etwa 8000 E., meist Indianer, führt Indigo, Farbhölzer, Kakao, Häute und hier gefertigte Goldarbeiten (EPanamaketteno) aus. G., einst Hauptstadt des Landes, wurde 1522 durch Hernandez de Cordova gegründet. Durch einen vom Mombacho in den Nicaraguasee abgeflossenen Lavastrom haben sich viele kleine Inseln gebildet, Corrales oder Isletas genannt, welche mit Vegetation reich bodeckt sind und von Fischern bewohnt werden.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 282Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei