FeedGranikus (grch. Granikos)
ErdkundeBrockhaus 1882

Granikus (grch. Granikos), kleiner Fluß im nordwestl. Kleinasien, der von der Nordseite des Gebirges Ida vom Berge Kotylos her zu der Propontis fließt, wo westlich von seiner Mündung die Stadt Priapos lag. Jetzt führt der Fluß den Namen Kodscha-tschai. Berühmt ist der G. dadurch, daß Alexander d. Gr., nachdem er über den Helles-⸗ pont gesetzt, an ihm seinen ersten Sieg über die Perser im Mai 334 v. Chr. erfocht. Die pers. Heerführer waren die Satrapen von Jonien und Lydien und von dem hellespontischen Phrygien; wider den klugen Rat des zu ihnen haltenden griech. Feldherrn Memnon von Rhodos, der sie zu bestimmen suchte, Alexander durch Verwüstung des Landes zum Rückzug zu nötigen, machten sie ihm den Übergang streitig und stellten sich zu einer Schlacht, welche mit ihrer Niederlage endete.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 288Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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