FeedGordium (grch. Gordieion oder Gordion)
Sagen & MythenBrockhaus 1882

Gordium (grch. Gordieion oder Gordion), uralte Stadt im Quellgebiete des Sangarios im nördl. Phrygien, die in röm. Zeit zur Provinz Galatien gehörte. Der Sage nach hatten die Phrygier, als sie in uralter Zeit unter innern Zwistigkeiten litten, durch Abgesandte das Orakel erhalten, sie sollten den, der ihnen auf dem Wege zum Tempel des Zeus in einem Wagen fahrend zuert begegne, zum Köni machen. So wurde der Landmann Gordius 1 den Thron von Phrygien erhoben und gab der Stadt G. den Namen. Gordius weihte dann dem Zeus den Wagen, der durch einen künstlichen Knoten an der Deichsel, den sog. Gordischen Knoten, an dessen Lösung die Herrschaft von Asien dhe diese sein sollte, berühmt ist. Alexander d. Gr. löste diese Aufgabe dann dadurch, daß er im Frühling des J. 333 v. Chr. (vor dem Marsche nach dem Schlachtfelde von Issos) den Knoten mit dem Schwerte zerhieb.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 198Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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