Granitporphyr ist ein massiges Gestein, welches in petrographischer Hinsicht in der Mitte zwischen Granit und Quarzporphyr steht; es besitzt eine Grundmasse, welche im Gegensatz zu den ausgeschiedenen Krystallen zu feinkörnig ist, um dasselbe zu den porphyrartigen Graniten, und auf der andern Seite nicht den Grad der scheinbaren Dichtigkeit erreicht, um dasselbe zu den Quarzporphyren zu rechnen. In der bräunlich, graulich oder grünlich gefärbten Grundmasse liegen größere Krystalle von Orthoklas und Quarz, auch Plagioklas, Biotitlamellen, von Chloritschuppen. Hierzu gehören z. B. die geologisch an die Quarzporphyre sich anschließenden langen Gangzüge von G. im leipziger Regierungsbezirk zwischen Wurzen, Brandis, Beucha, Nerchau, welche auch Augit enthalten, aus dem der Chlorit hervorgegangen ist; die mächtigen Gänge im Erzgebirge, welche aus der Gegend von Dippoldiswalde bis auf den Kamm treichen, Gänge in der Nachbarschaft von Liebenstein in Thüringen, Vorkommnisse bei Gailbach unfern Aschaffenburg.