Graubünden oder Bündten (frz. Grisons, ital. Grigioni, roman. Grischun), der größte Kanton der Schweiz, hat ein Areal von 7185 ꝗkm und grenzt einerseits an die Kantone Tessin, Uri, Glarus und St. Gallen, andererseits an Liechtenstein, Tirol und die ital. Provinz Sondrio (Veltlin und Chiavenna). Der ganze Kanton ist ein Gebirgsland, aus zahlreichen Ketten und Massiven gebildet, welche durch tiefe spaltenartige Thäler voneinander geschieden werden. Der Nordrand gehört den Glarner Alpen an (Tödi 3623 m), der Westrand der Gotthard-und der Adulagruppe der Lepontinischen Alpen (Rheinwaldhorn 3398 m). Den S. und O. nehmen die Rhätischen oder Graubündner Alpen ein, welche durch das Bergell und das Engadin in die beiden Gruppen der Südrhätischen (Piz Bernina, 4052 m) und der Nordrhätischen Alpen (Piz Kesch, 3417 m) geteilt werden. 60 Proz. des Areals fallen auf das Rheingebiet, 24 Proz. auf das Gebiet des Inn, 7 Proz. gehören zum Tessin, 6,5 Proz. zum Adda- und 2,5 Proz. zum Etschgebiet. Größere Seen besitzt G. nicht; der größte der zahlreichen kleinen Hochseen, der Silsersee im Oberengadin, hat nur 4km Fläche. Die Hauptthäler sind das Oberrheinthal und das Engadin, beide Längenthäler mit nordöstl. Richtung. Die Thalstufen des erstern sind das Tavetsch bis zur Mündung des Mittelrheins, das Vorderrheinthal bis zur Mündung des Hinterrheins und das Churer Rheinthal, welches sich bei Chur nach Norden wendet und zum Querthal wird. Die nördlich gegen die Glarner Alpen ansteigenden Seitenthäler sind schmal, schluchtartig eingegraben, die meisten ohne Winterdörfer. Die südlichen sind länger und breiter, stärker besiedelt. Die wichtigsten sind das vom Mittelrhein bewässerte Val Medels, das Lugnetz mit dem St. Petersthal, das Safienthal und das Thal des Hinterrheins, welches als Rheinwaldthal am Rheinwaldhorn beginnt und bei Reichenau in das Vorderrheinthal mündet. In seine zweite Stufe, das Schams, mündet das Ferrerathal, im obern Teile Avers genannt; gegen die unterste Stufe, das Domleschg, mit dem Schams durch die großartige Schlucht der Viamala verbunden, öffnet sich durch die Thalenge des Schyn das Thal der Albula (s. d.), das sich wieder in die drei Hochthäler Bergün, Davos und Oberhalbstein spaltet. Bei Chur münden das Thal von Churwalden und das von der Plessur durchströmte Schanfick; weiter abwärts bei Malans das Prättigau, das Thal der Landquart. Das zweite große Längenthal, das Naloig (s. d.), wird durch die Querschwelle des Maloja vom Bergell (s. d.) und durch den Sattel des Bernina vom Puschlav (Poschiavo) getrennt, die beide zum Gebiet der Adda gehören. Nach Südosten gegen das Thal der Etsch öffnet sich jenseit des Ofenpasses das vom Rambach durchflossene Münsterthal, nach SW. gegen das Thal des Tieino die Thäler Misox (Mesocco) und Calanca. Das Klima ist nach Höhenlage und Thalrichtung sehr verschieden, am mildesten im Churer Rheinthal und Domleschg und in den nach Süden geöffneten Thälern Misox und Calanca, Bergell und Puschlav; sehr rauh in den Hochthälern Engadin, Avers u. s. w., deren Winter fast acht Monate dauert. Für Roveredo im Misox (297m über dem Meere) beträgt das Jahresmittel 11,5 C., für Castasegna im Bergell (700 m über dem Meere) 10,4, für Chur (599 m) 9,5, während es für Klosters im Prättigau (1207 m) nur 5,13, für Davos (1650m) 2,537, für Sils-Maria im Oberengadin (1810m) 1,93° und für die Paßhöhe des Bernhardin (2063 m) nur 0,96 erreicht. Sowohl die Kultur⸗ und Waldgrenzen, als die Schneelinie liegen in G. sehr hoch; erstere steigen bis zu 19⁵⁰ und 2200, letztere bis zu 3000 man. Die Bevölkerung G.s belief sich 1880 auf nur 94991 Seelen, sodaß G. mit kaum 13 Menschen auf dem Quadratkilometer der am schwächsten bevölkerte Kanton der Schweiz ist; 53168 E. gehören der reformierten, 41711 der kath. Konfession an; die Zahl der Israeliten beträgt 38, die der Andersgläubigen 74. Die Muttersprache ist bei 43 664 E. die deutsche, bei 12976 die italienische, bei 37794 die romanische; 557 E. bedienen sich anderer Sprachen. Die Italiener bewohnen die Thäler Misox und Calanca, Bergell und Puschlav; die Romanen oder Ladiner das Engadin und Münsterthal, das Schams und das Ferrerathal, das Domleschg das Bergun und Oberhalbstein und das Bündener Oberland; die Deutschen das Churer Rheinthal, das Prättigau und Davos, das Thal von Churwalden und die von roman. und italien. Gebiet umschlossenen Sprachinseln von Rheinwald, Vals, Safien, Versam, Vallendas, Thusis, Obersaxen, Avers und Samnaun; 46,4 Proz. des Areals sind unproduktiv (Gletscher 5 Proz.), 17,5 Proz. sind mit Wald bedeckt, 36,1 Proz. fallen auf Acker⸗ und Gartenland, Weinberge, Wiesen und Weiden. Haupterwerbsquellen sind die Viehzucht und Alpwirtschaft, die namentlich im Tavetsch und Heinzenberg vorzügliche Käse liefert. Bei der Viehzählung von 1876 zählte der Kanton 3411 Pferde, 78075 Rinder, 19622 Schweine, 82878 Schafe, 49368 Ziegen und 9158 Bienenkörbe (den besten Honig liefert Tavetsch). In den südl. Gebirgen werden ausgedehnte Alpweiden an Bergamaskerschäfer zur Sömmerung ihrer Herden verpachtet. An Jagdwild findet man in den Hochalpen die Gemse, das Murmeltier, den Berghasen und mehrere Hühnerarten, in den Voralpen hier und da das Reh; der Steinbock ist ausgestorben, dagegen ist der Bär in den öden Hochgebirgen des Unterengadin nicht sehr selten. Bäche und Seen liefern treffliche Forellen. Von nutzbaren Gesteinen bricht man Plattenschiefer, weißen und bunten Marmor, Gips und Kalk, Lavezstein und Serpentin. Erze finden sich häufig, besonders Eisen, Blei, Kupfer, auch Silber und Gold, aber nirgends in bauwürdiger Menge; von den sehr zahlreichen Gruben ist keine mehr im Betrieb. Sehr reich ist G. an Heilquellen; zum Teil weltberühmte Eisen- und Natronsäuerlinge besitzen St. Moritz, Schuls-Tarasp, Fideris, Peiden, San-Bernardino u. s. w., kräftige Schwefelwasser Alveneu, Serneus, Tarasp und Le Prese (Puschlav). Unter den sehr zahlreichen klimatischen Kurorten nimmt Davos die erste Stelle ein. Der Ackerbau liefert besonders Weizen, Roggen, Gerste, Hirse, Kartoffeln, in den mildesten Lagen Mais und Tabak. Die Obstkultur ist am stärksten im Rheinthal, wo der Kirschbaum bis zu 1400m ansteigt; Misor und Bergell liefern Edelkastanien, die «Herrschaftz (Kreis Maienfeld) und Misor Wein. Der Wald, welcher Holz zur Ausfuhr liefert, besteht vorherrschend aus Fichten, Lärchen und Arven. Die Industrie ist unbedeutend; eigentliche Fabriken (Baumwollspinnereien, Gerbereien, Brauereien) finden sich fast nur zu Chur. Viele Graubündner, besonders aus dem Engadin, wandern als Zuckerbäcker, Kaffeewirte u. s. w. ins Ausland, um sich im Alter mit dem draußen erworbenen Ver-Rbe als wohlhabende Leute in der Heimat zur Ruhe setzen zu können. Der einheimische Handel ist meist Vieh⸗, Käse⸗, Fell⸗ und Holzhandel. Der Transit hat seit Eröffnung der Gotthardbahn abgenommen, obwohl er durch ein ausgedehntes System chaussierter Alpenübergänge begünstigt wird. Die Grundlinien dieses Systems waren durch die Hauptthäler des Vorder- und des Hinterrheins und des Inn gegeben. Ein großer Straßenzug, der bei Chur an die vereinigten Schweizerbahnen anschließt, durchzieht das Rheinthal und führt zum Anschluß an die Gotthardbahn einerseits über die Oberalp (2052 m) nach Andermatt und Geschenen im Kanton Uri, andererseits mit einer südl. Abzweigung über den Lukmanier (1917 m) in das tessinische Blegnothal und nach Biasca. Bei Reichenau, wo der Hinterrhein mündet, zweigt sich ein anderer Straßenzug ab, durchzieht die Thalstufen des Hinterrheins und gabelt sich im Rheinwald, um nach Süden über den Splügen (2117 m) Chiavenna, nach Südwesten über den St. Bernhardin (2063 m) das Misox und Bellinzona zu erreichen. Das Engadin wird der ganzen Länge nach von einer Poststraße durchzogen, die nach Westen über den Maloja (1811m) ins Bergell und nach Chiavenna, nach Osten über Finstermünz nach Tirol führt. Zahlreiche Verbindungslinien und Abzweigungen dieser drei Hauptzüge vervollständigen das Straßennetz G.s, das im ganzen 13 fahrbare Alpenübergänge zählt. (S. A penstraßen.) Die wichtigsten Ortschaften sind außer der Hauptstadt Chur und den obenerwähnten Kur- und Badeorten: im Rheinthal Disentis, Ilanz, die oberste 141912051 Reichenau und das Städtchen Maienseld (1208 m), im Hinterrheinthale Splügen und Thusis (1126m), im Prättigau Klosters und Schiers (1710 CE.), im Engadin Samaden, im Puschlav Poschiavo, im Misox Mesocco (1259 C.) Die Verfassung ist rein demokratisch. Gesetzgebende Behörde ist der Große Rat, je ein Mitglied auf 1300 E., vollziehende der Kleine oder Regierungsrat von drei Mitgliedern, der bei wichtigen Geschäften und Vorberatungen für den Großen Rat sich durch neun weitere vom Großen Rate gewählte Mitglieder zur Standeskommission erweitert. Die Amtsdauer beträgt zwei Jahre. Alle Gesetze unterliegen dem Referendum. Für die Initiative sind 5000 Stimmen erforderlich. Der Kanton zerfällt in 14 Bezirke mit 39 Kreisen, von denen jeder seinen Kreisrat und sein Kreisgericht unter einem Landammann oder Kreispräsidenten hat. Zweite Instanz sind die 14 Bezirksgerichte, oberste das Kantongericht mit neun Mitgliedern und dreijähriger Amtsdauer. Für das Kirchenwesen der Reformierten sorgen der evang. Kirchenrat und die Synode; die kath. Kirche steht unter dem Bischof von Chur. Von höhern Lehranstalten bestehen die Kantonsschule, das kath. Priesterseminar St. Luzi und die höhere Töchterschule zu Chur, das Lehrers eminar zu Schiers und die Stiftsschule des Klosters Disentis. Bei den Rekrutenprüfungen von 1882 nahm der Kanton den 15. Rang ein. Die Staatseinnahmen beliefen sich 1882 auf 950000, die Ausgaben auf 1450000, die Staatsschuld auf 9200000 Frs. Sowohl das Defizit in der laufenden Rechnung, wie die Staatsschuld rühren hauptsächlich von den enormen Anstrengungen des Kantons für Straßenhauten und Flußkorrektionen her. In militärischer Beziehung gehört der Kanton zum Stammbezirk der 8. Division. Das Wappen zeigt im weißen Felde drei nebeneinandergestellte Schilde, von denen der mittlere, im weißen Felde ein schwarzer aufsteigender Steinbock, den Gotteshausbund, der rechte, von weiß und schwarz gespalten, mit einem gepanzerten St. Georg als Schildhalter, den Grauen Bund, und der linke, im von blau⸗ und goldgevierten Schilde ein blau und goldenes Kreuz, von einem wilden Mann gehalten, den Zehngerichtenbund bezeichnet. Geschichtliches. Ob die Rhätier, die Ureinwohner des Landes (Hochrhätien) keltischer oder tuskischer Abstammung waren, bleibt unentschieden. Nach langen, harten Kämpfen gelang es den Römern (15 n. Chr.), das schwer zugängliche Land zu erobern, das nun als Rhaetia prima 400 Jahre unter ihrer Herrschaft stand. Nach dem Sturze des Römischen Reichs gelangte Rhätien 490 an das Ostgotische Reich Theodorichs d. Gr. und 536 an das Fränkische Reich, unter welchem es von eigenen Grafen verwaltet wurde. Das Christentum, das in den untern Teilen schon im 2. Jahrh. Eingang gefunden hatte, wurde unter der fränkischen Herrschaft auch in den obern Teilen verbreitet, namentlich durch die Glaubensboten Sigisbert und Placidus, die 614 das Kloster Disentis gründeten. Durch den Vertrag von Verdun 843 fiel das Land Ludwig dem Deutschen zu und gehörte fortan zum alamann. Herzogtum. Die mächtigsten Herren in Rhätien waren die Bischöfe von Chur, die vielfach auch die gräfliche Gewalt in Händen hatten, die Abte von Disentis, die Herren von Mätsch und Vaz als bischöfliche Vögte, die Grafen von Werdenberg, Toggenburg, Sax, die Freiherren von Belmont, Rhäzuns u. s. w., und unter ihnen hauste in zahl-H reichen Burgen ein raub⸗ und fehdelustiger Lehnadel. Daneben bestanden mehrere freie und halbfreie Thalschaften und Gemeinden, so die deutschen Kolonien in Rheinwald, Safien, Obersaxen, Vals, die Gemeinden des Bergell und die Gemeinden der Freien Walser, die im 13. Jahrh. wahrscheinlich aus dem Wallis in Davos, Schanfick, Avers u. s. eingewandert waren. Als die königl. Gewalt zu d erschlaffen begann, besonders vom 14. Jahrh. an, entspannen sich zwischen den verschiedenen Dynasten zahlreiche Fehden, unter denen das Volk schwer zu leiden hatte, bis endlich die Bündnisse der Gemein-f den mit den großen geistlichen und weltlichen Ge⸗(6 walthabern geordnete Zustände herbeiführten. Im 6 J. 1396 wurde der Gotteshausbund,‚ 1424 zu Truns der Graue oder Obere Bund, 1436 der Zehngerich-u tenbund geschlossen und 1471 beschworen zu Vazerol die drei Bünde ihre ewige Vereinigung, nach-1 dem sie schon seit dem Siege über den Schwarzen e Bund des Adels 1451 öfters gemeinsam gehandelt hatten. In den J. 1497 und 1498 schlossen sich der Graue und der Gotteshausbund, 1567 der Zehngerichtenbund als Zugewandte Orte der Eidgenossenschaft an. Am Schwabenkriege 1499 beteiligten sich die Bündner mit größtem Ruhme und 1512 eroberten sie von Mailand die Landschaften Bormio, Veltlin und Chiavenna, die sie bis 1797 als Unterthanenländer durch Landvögte regierten. Die Reformation fand schon 1521 Eingang; 1526 erklärte der Bundestag zu Davos Religionsfreiheit. Im Gotteshausbund und den Zehngerichten schlossen sich die Mehrzahl der Gemeinden der Reformation an, während der Graue Bund größtenteils bei der kath. Konfession blieb. Der Zwiespalt zwischen den beiden Konfessionen gab häufig Anlaß zu gegenseitigen Verfolgungen, sog. Strafgerichten. und zog das Land in die Wirren des Dreißigjährigen Kriegs, welche von 1621 bis 1639 sowohl Österreich wie Frankreich willkommenen Vorwand zur Besetzung G.s boten. Zwar gelang es der Staatsklugheit und der rücksichtslosen Energie des bündnerischen Wallenstein, Georg Jenatsch, durch geschickte Benutzung bald der einen, bald der andern kriegfuhrenden Macht die Selbständigkeit des Landes wiederzuerlangen, und 1649—52 gewährte Ssterreich den Loskauf seiner letzten Besitzungen in G. mit Ausnahme einiger unbedeutender Herrschaftsrechte; die Zwistigkeiten und Strafgerichte hörten aber deshalb doch nicht auf, sondern setzten sich bis in das 2. Drittel des 18. Jahrh. fort. An der Spitze der reform. oder franz. Partei standen die Salis, an derjenigen der kath. oder österr. Partei die Planta. Im J. 1797 verlor G. seine ital. Besitzungen, die sich der Cisalpinischen Republik anschlossen, und 1798 wurde es als Kanton Rhätien von Frankreich mit der Helvetischen Einheitsrepublik vereinigt, eine Vereinigung, die dem ausgesprochenen, durch die physische Gestaltung des Bodens bedingten Partikularismus des Volks widerstrebte und Reibungen hervorrief, die von 1798 bis 1800 G. zum Tummelplatz franz., österr. und russ. Heere machten. Durch die Mediationsakte trat endlich G. 1803 als 15.Kanton der Eidgenossenschaft bei, ohne indes wieder in den Besitz seiner ital. Länder zu gelangen. Nach der Restauration gab sich der Kanton 1814 eine Verfassung, auf deren Grundlage die Konstitution von 1820 eingeführt wurde. Nach derselben zerfielen die drei Bünde in polit. Beziehung in 26 Hochgerichte. Die souveräne Gewalt stand den Gemeinden zu, die in letzter Instanz über Gesetze, Verträge u. s. w. entschieden. Bei sehr stark entwickelter Gemeindeautonomie war die Centralgewalt eine sehr schwache, der Zusammenhang der einzelnen Teile ein lockerer. Fester geeinigt und etwas mehr centralisiert wurde der Kanton durch die Verfassung von 1854, die im wesentlichen noch jetzt gültig ist, obwohl sie 1880 durch Einführung der Initiative und des Finanzveto revidiert wurde. Immerhin ist auch jetzt noch die Centralgewalt schwach und der Partikularismus der Bündner spricht sich nur zu häufig durch Verwerfung der von der Regierung vorgeschlagenen Gesetze aus. Im Sonderbundsfeldzug stand G. auf der Seite der Eidgenossenschaft. Bei den Abstimmungen über die Revision der eidgenössischen Verfassung 1872 und 1874 ergaben sich im Kanton G. sehr verschiedene Resultate, und zwar 12. Mai 1872 eine Majorität von 11206 Nein gegen 8390 Ja und 19. April 1874 eine Majorität von 10624 Ja gegen 9422 Nein. Litteratur. Röder und Tscharner, Der Kan⸗ b ton G.» (St. Gallen 1838); Planta, „Die letzten e Wirren des Freistaats der drei Bünder (Chur 1857); Moor, Archiv für die Geschichte der Republik G.„d (Chur 1848 fg.); C. von Moor, „Geschichte von Currätien und der Republik G.5 (2 Bde., 5⁷% 0 1869); Theobald, «Das Bündner Oberlando (Chur e 1861) und Maturbilder aus den Rhätischen Alpenv (Chur 1860); von Sprecher, „Geschichte der drei Bünde im 18. Jahrh. (Chur 1877); P. C. von Planta, „Das alte Rätienv (Berl. 1872); derselbe, «Die currätischen Herrschaften in der Feudalzeito (Bern 1881); außerdem die Spezialwerke über einzelne Thäler von Lebert, Lechner, Leonhardi, Papon u. a. m.