Grillen oder Grabheuschrecken (Gryllida) nennt man eine zahlreiche Familie der Heuschrecken (s. d.), die sich durch einen 40 breiten Kopf mit vorgequollenen Augen, sehr lange, fadenförmige Fühler und meist schlecht ausgebildete Sprungbeine auszeichnen, während ihre Vorderfüße oft zu Grabsüßen verdickt sind. Sie graben sich unterirdische Gänge, zirpen durch Reiben der Flügeldecken sehr laut, vor ihren Löchern sitzend, und sind bissige, zänkische Tiere, die von Pflanzenstoffen leben. Am bekanntesten sind bei uns zwei Arten, die Feld—⸗ grille (Gryllus campestris), oft in Unzahl an sonnigen Rasenhalden und betäubend durch das Zirpen der Männchen, und die Hausgrille oder das Heimchen (Gryllus domesticus), das in warmen Häusern, an warmen Orten (Ofen, Backofen, Kessel, Herd) sich Löcher in die Mauern gräbt. Man vertilgt sie durch Offenlassen der Räume bei strenger Kälte, Verstreichen der Gänge und Einspritzen von heißem Wasser. Zu derselben Familie gehört die Maul wurfsgrille.