FeedGroß-Almerode
ErdkundeBrockhaus 1882

Groß-Almerode, Stadt in der preuß. Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Witzenhausen, Endstation der Linie Walburg-G. der Preußischen Staatsbahnen, 20 Em im SSO. von Kassel an der Vereinigung der Gelster und des Faulbachs, sowie am nordwestl. Fuße des 751 m hohen Meißner, 361 müber dem Meere, hat ein Amisgericht, zählt 11880) 2477 meist evang. E. und produziert außer Schneiderkreide Töpferwaren, feuerfeste Steine jeder Art, die den besten englischen gleichkommen, namentlich aber Graphittiegel und graue Hessische Schmelztiegel, sowie glasierte Brett- und Falzziegel und e jahriiche Salbenbüchsen und Tintenkrüge. Die jährliche Produktion an Steingutwaren beträgt 1200000 Ctr. Außerdem werden auch domte viet Pia und Gerätschaften für Chemikalien, sowie viel Nagelschmiedewaren gefertigt. Eine chem. Fabrik liefert vorzugsweise Soda und Schwefelsäure. In der Nähe liegen die Chamottesteinfabriken Faulbach und Steinberg, die Ultramarinfabrik und das Kohlenbergwerk Hirschberg, ferner viele Thongruben, die den Glashäfenthon überallhin liefern. Im J. 1882 wurde eine Stunde von G. ein neues Braunkohlenbergwerk (Zeche Maries erschlossen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 443Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 4

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Erdkunde 6