FeedGroth (Paul)
NaturlehreBrockhaus 1882

Groth (Paul), hervorragender Krystallograph und Mineralog, geb. 23. Juni 1843 zu Magdeburg, studierte in Freiberg und Berlin; nachdem er in Berlin Ostern 1870 als Docent an der Bergakademie angestellt war, habilitierte er sich auch als Privatdocent an der Universität und erhielt bald darauf bei der Gründung der straßburger Universität an dieser die ordentliche Professur für Mineralogie; das von Ihm dort eingerichtete mineralog. Institut und Laboratorium war eins der ersten seiner Art in Deutschland. Im Herbst 1883 siedelte er als Nachfolger von Kobells an die Universität nach München über, wo ihm außer der Professur für Mineralogie auch die Stelle als Konservator der wissenschaftlichen Sammlungen des Staats übertragen wurde. Er schrieb: cüber das Studium der Mineralogie deutschen e Kraitall (Straßb. und Lond. „Physikalische Krystallographies (Lpz. 1876), rk von hohem wissenschaftlichen Wert; Das ebiet von Markirch im Oberelsaße (Straßb. „Die Mineraliensammlung der Kaiser⸗ „LTabellarische übersicht der Mineralien jren krystallographisch-chem. Beziehungen to (Braunschw. 1874; 2. Aufl. 1882). begründete er die Zeitschrift für Krystallo- und Mineralogies (Ipz.). thuß (Christ. Joh. Dietrich von, nannte rieb sich selbst aber nur Theodor von G.), )rscher, geb. auf einer Reise seiner Eltern in 20. Jan. 1785, wurde bis zu seinem 17. Lere auf seinem väterlichen Gute Groß-Berdurland erzogen und bezog darauf 1803 die ität Leipzig, dann 1804 die zu Paris und ging nach Neapel, wo er sich bis zum Ende des aufhielt. Hier stellte er mit der dem engl. logen Thomson gehörigen galvanischen Ma-Bersuche an, welche die später allgemein nmene Theorie der galvanischen Wasserig (in Wasserstoff und Sauerstoff) bewerk⸗ „G. legte seine Aufsehen erregende Entin dem Werke: «Mémoire sur la décompoel'eau et des corps qu'elle tient en disso- „Paide de P'électricité galvaniquen (Rom ieder, welche Arbeit sofort ins Englische, e und Italienische 1806 übersetzt wurde. bst 1806 wurde er auf der Reise nach Paris »'r Räuberbande überfallen und aller seiner ssenschaftlichen Sammlungen beraubt. Von Paris kehrte er 1807 nach Kurland zurück. Hier auf seinem Gute Geddutz lebend, entwickelte er eine umfangreiche litterarische Thätigkeit auf physik. Gebiete, bis er wegen eines unheilbaren körperlichen Leidens 14. (26.) März 1822 seinem Leben durch Gift ein Ende machte.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 544Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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