Grottau (slaw. Hrädek), Stadt im Gerichtsbezirk Kratzau der böhm. Bezirkshauptmannschaft Reichenberg, nahe der sächs. Grenze, an der Görlitzer Neisse und an der Linie Zittau-Reichenberg der Sächsischen Staatsbahn, mit (1881) 3302 C. deutscher Zunge, hat Baumwollspinnereien, mechan. Webereien, Fabriken landwirts chaftlicher Maschinen mit Eisengießerei, Färbereien und Kohlenbergwerke. G. gehörte ehemals zur Herrschaft Grafenstein, deren Schloß auf einer schön bewaldeten Höhe in der Nähe einen anziehenden Punkt der Landschaft bildet. rotte ist eine von der Natur oder durch Kunst gebildete, im letztern Falle architektonisch mehr oder weniger reich mit Nischen, Bildwerken, Muscheln u. s. w. geschmückte gewölbte Höhle von meist geringer Tiefe. Natürliche G. sind z. B. die von Adelsberg (s. d.) und die Blaue Grotte (s. d.) auf Capri. Künstliche G., die im Altertum einzelnen Gottheiten und Nymphen geweiht waren (3. B. G. der Egeria, der Sibyllen), wurden besonders häufig in der Barockzeit und werden noch jetzt gern in Parks oder größern Gartenanlagen als Zierde und zur Annehmlichkeit angeordnet.