FeedGrummet
Handwerk & GewerbeBrockhaus 1882

Grummet im engern Sinne nennt man bei Wiesen, welche zweimal gemäht werden, im Gegensatz zum Heu (d. h. dem getrockneten ersten Schnitt) den ebenfalls in den trockenen Zustand übergeführten zweiten Schnitt, welcher in der Regel Anfang September vorgenommen wird. Im weitern Sinne bezeichnet man mit G. den getrockneten zweiten Schnitt aller Futtergewächse, des Klees, der Luzerne, der Esparsette u. s. w. Der Ertrag des G. ist in der Regel ein geringerer als derjenige des Heues, variiert jedoch je nach den Boden⸗ und Witterungsverhältnissen nicht unerheblich, von 500 2500 kg pro Hektar; im Mittel rechnet man 1500 kg. Das G. ist meist etwas reicher an Nährstoffen als das Heu; es enthält im Mittel 85 Proz. Trockensubstanz, darin 12 Proz. Protein, 3 Proz. Fett, 42 Proz. hicktofffreie Extraktstoffe, 22 Proz. Rohfaser und 6 Proz. Asche. Unter Berücksichtigung der Verdaulichkeit der einzelnen Nährstoffe stellt sich der Gehalt an verdaulichen Nährstoffen auf 7 Proz. Protein, 1/5 Proz. Fett und 42 Proz. stickstofffreie Stoffe.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 553Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 9

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Handwerk & Gewerbe 6