FeedGrumbrecht (Friedr. Wilh. Aug.)
Sagen & MythenBrockhaus 1882

Grumbrecht (Friedr. Wilh. Aug.), Mitglied des Deutschen Reichstags, geb. 21. Juni 1811 zu Goslar, besuchte das Progymnasium seiner Vaterstadt, später das Gymnasium zu Braunschweig und bezog 1829 die Universität zu Göttingen, um die Rechte zu studieren. Im J. 1831 wurde er wegen Teilnahme an dem sog. göttinger Aufstande relegiert und setzte deshalb seine Studien in Marburg fort, von wo er nach erfolgter Amnestierung im folgenden Jahre nach Göttingen zurückkehrte. Er war dann Advokat, zuerst in Fallingbostel, seit 1847 in Lüneburg, und wurde 1855 zum Bürgermeister von Harburg erwählt. Seine parlamentarische Thätigkeit begann G. 1848 als Vertreter des hannov. Wendtlandes in der frankfurter Nationalversammlung, setzte dieselbe dann in der hannov. Zweiten Kammer, sowie im preuß. Abgeordnetenhause (1867 —70) und im Konstituierenden Norddeutschen und Deutschen Reichstag als Abgeordneter für Harburg, der national-liberalen Partei angehörig, bis 1880 fort, in welchem Jahre zunehmende Kränklichkeit ihn an der Wiederannahme eines Mandats verhinderte. G. starb 10. Jan. 1883 in Harburg.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 553Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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