FeedGrunert (Joh. Aug.)
Sagen & MythenBrockhaus 1882

Grunert (Joh. Aug.), bedeutender Mathematiker, geb. 7. Febr. 1797 zu Halle, studierte seit 1815 auf der dortigen Universität, später zu Göttingen Mathematik und wurde 1821 Lehrer der Mathematik und Physik am Gymnasium in Torgau. Nachdem er 1827 zum Professor ernannt worden, übernahm er 1828 ein Lehramt am Gymnasium und der Saldernschen höhern Bürgerschule zu Brandenburg, von wo er 1833 als ord. Professor der Mathematik nach Greifswald berufen wurde. Hier erhielt er 1838 den gesamten theoretischen und praktischen mathem. Unterricht an der Akademie zu Eldena übertragen und starb 7. Juni 1872. Unter einen Schriften sind hervorzuheben: Sphäroidische rigonometriev (Berl. 1833), «Elemente der ebenen, sphärischen und sphäroidischen Trigonometrie in analytischer Darstellunge (Lpz. 1837), Versuch einer neuen Methode zur Bestimmung der Polhöhe bei geodätischen Messungend (Lpz. 1844), Küber die mittlere Entfernung einer Figur von einem Punkte oder über die sog. mittlere Entfernung des Ackers vom Hofes (Greifsw. 1848), Loxodrom. Trigonometries (Lpz. 1849) nebst der Abhandlung De area trianguli loxodromici in superficie ellipsoidis9 (Greifsw. 1856). Klügels Mathem. Wörterbucho (5 Bde., Opz. 1806—31) wurde von G. zu Ende geführt und durch cSupplementey (2 Bde., Lpz. 1833 —36) vervollständigt. Viele Abhandlungen G.s sinden sich in dem von ihm seit 1841 herausgegebenen «Archiv für Mathematik und Physiky.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 573Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 2

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Sagen & Mythen 6