Guajakholz, Pockenholz, Franzosenholz (Lignum Guajaci, Lignum sanctum), ist das Holz eines zur Familie der Zygophylleen gehörigen Baumes (Guajacum officinale , der in Westindien, namentlich auf Jamaica, Domingo, St. Thomas und Martinique wächst und zweipaarig gefiederte Blätter mit ovalen, stumpfen, kahlen Blättchen und achselständige Blüten trägt, die aus einem fünfblätterigen Kelch und einer blaßblauen, fünfblätterigen Blumenkrone bestehen. Die Frucht ist eine mehrfächerige, wenigsamige Kapsel. Das Kernholz des Baums kommt in centnerschweren Klötzen in den Handel, die aus einem grünlichbraunen Kern und dem gelblichen Splint bestehen und ein spezifisches Gewicht von 1,3 besitzen. Das Holz ist ungemein hart und schwerspaltig, dagegen zu Dreharbeiten sehr geeignet. Gerieben riecht es schwach und angenehm; sein Geschmack ist scharf aromatisch. Das G. wird jetzt meist zu technischen Zwecken gebraucht, z. B. zu Kegelkugeln, Rollen, Walzen und Hämmern; auch findet es medizinische Verwendung bei syphilitischen Leiden, Gicht, Rheumatismus; sein wirksamer Bestandteil ist das in ihm enthaltene Guajakharz (s. d.). Das in Brasilien und Westindien einheimische mastirblätterige Guajakholz (G. sanctum) hat gleiche Eigenschaften.