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ErdkundeBrockhaus 1882

Gubbio, im Altertum Iguvium, im Mittelalter Eugubium, Stadt in der ital. Provinz Perugia, 39 Em im NNO. von Perugia, malerisch am Monte-Calvo gelegen und in einem reichen, großartigen, von dem zum Tiber gehenden Camignano durchflossenen Thale, mit (1881) 5540, als Gemeinde 23316 E. In den Ruinen eines Jupitertempels fand 1444 ein Bauer in einem unterirdischen Gewölbe die Eugubinischen Tafeln (s. d.), welche im Municipalpalast aufbewahrt sind. Diesem gegenüber steht der Palast der Consoli, ein imposanter gotischer Quaderbau auf riesigen Unterbauten, 1332—46 von Angiola da Orvieto erbaut. Dabei der Palast Ranghiasci Brancaleoni, mit großen Sammlungen, namentlich einer ausgezeichneten Gemäldegalerie, einer Bibliothek, SZammlung von Majoliken, Intarsien, Elfenbeinarbeiten und Pietradura. Auch der großartige Beni-Palast, aus dem 14. Jahrh., besitzt eine bedeutende Gemäldegalerie. Vor der Stadt befindet sich eine mittelalterliche Cisterne und ein ausgegrabenes antikes Theater, mit Raum für 16000 Zuschauer.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 593Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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