Elba, bei den Alten Athalia oder Ilva, die größte der toscan. Inseln, zur ital. Provinz Livorno gehörig, 45 km von Corsica km breiten Kanal von Piombino vom Festlande Ihre Ge zählt auf 222,1 hre Gestalt ist sehr unregelmäßig. Fast durchaus von Bergen bedeckt, unter denen der Monte-Capanne im Westen 1007 m hoch aufsteigt, hat sie nur wenige Thäler und Ebenen von ebenso nur wenige Bäche, Das Klima ist mild und, a Strandgegenden, sehr gesund. Die Berge sind unbewaldet, mit wohlriechenden Kräutern und trefflichen Viehweiden bedeckt. fruchtbar; allein Ackerbau und Viehzucht sind sehr vernachlässigt, sodaß Getreide und Fleis eingeführt werden muß. Reichlich ist Hinsicht ausgestattet. Der we tl. Teil besteht aus einem mächtigen Granitgebirge, der andere, wo die Hauptstadt Porto-Ferrajo marmorartigen Kalkstein und bei Rio ungeheuere Eisenminen, welche den Hauptreichtum E.s bilden. Die Insel lieferte 1876 224 210 t Eisenerz aus den Bergwerken von Rio Albano, Vi neria, Rio, Terranera und Calamita, die bauptsächlich schiefer bearbeitet werden. Dieser führt auch Kupfer, Zinn, Blei; und es wird stein en Das und Kaolin, Amianth und Salz gewonnen. tall, aber des Mangels an Brennmaterialien wegen wird es nicht auf der Insel selbst, sondern in den Schmelzöfen an der nahen Maremmenküste verardeitet. Der Olbau wird wenig gepflegt; der Weinbau (Vino aleatico) 177 und aus den Salzsümpfen der Küste wird sehr vie tenden Ertrag gewähren auch der Thunfisch⸗ und Sardellenfang. Manufakturen und Fabriken fehlen. Hauptstadt ist Porto-Ferrajo (s. d.). Ostlich liegt Rio, 6089 E., dessen Bewohner sich Riesi nennen; es liefert mit dem dazugehörenden Vigneria den berühmten Wein Aleatico, und Riomarina das meiste Eisenerz. An der Ostseite der Insel ist Porto-Longone, 4649 C., ein stark befestigter Ort mit ausgezeichneter Schon im Altertum war die Insel ihres Metallreichtums wegen berühmt. Im 10. Jahrh. kam sie an die Pisaner, ward diesen 1290 von den Genuesen entrissen und gehörte sp Herzögen von Sora und Heave von Piombino. Doch besaß der König von und das Befatzungsrecht aller Landungsplätze, und Toscana gehörte ein Distrikt im Norden, den Cosmo I. von Florenz von Kaiser Karl V. erhielt und durch die Citadelle Cosmopoli (die der jetzigen bm kamüt sicherte. Mit dem Fürstentum Piomino kam die Insel 1736 Neapels und wurde 1801 im Luneviller Frieden an das Königreich Etrurien abgetreten. Nach Napoleons I. erster Abdankung wurde E. mit vollen Souveränetätsrechten diesem überlassen, und er war in dessen Besitz vom 3. Mai 1814, wo er in Ferrajo landete, bis 26. Febr. 1815, wo er von dort wieder nach Frankreich zurückkehrte. (S. Durch die Wiener⸗ ongreß-Akte und den Zweiten Pariser Frieden kam E. nebst Piombino und den Nachbarinseln Pianosa, Palmajola und Monte-Cristo wieder an Toscana, mit welchem es 1860 von Piemont annektiert wurde. Vgl. L. Simonin, „La Toscane et la mer Tyrrhenienne (Par. 1868); Pullé, „Monografia agraria del circondario dell' Elbas (Porto-Ferrajo 1879).