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Bildende KunstBrockhaus 1882

Guillaume eb. 3 Claude Jean Baptiste), tar Bildhauer, geb. 3. Febr. 1822 zu Montbard (im Depart. Cöte-d'Or), war ursprünglich für den Advokatenstand bestimmt und wurde zu diesem Zwecke 24 Paris geschickt, wo er aber bald die Bänke der Fakultät verließ und zuerst bei Simart, nachher bei Pradier in die Lehre trat. Der ihm 1845 zuerteilte große Preis für Bildhauerei in der pariser Kunstschule und das damit verbundene Stipendium veranlaßten ihn, eine Studienreise nach Rom zu machen, wo er fünf Jahre hindurch blieb. Im J. 1851 nach Paris zurückgekehrt, brachte er 1852 seinen Anakreon, lebensgroße Marmorstatue (gegenwärtig im Museum des Luxembourg), zur Ausstellung. Nach dieser Leistung, stellenweise von etwas harter Technik, aber von einer gewissen Einfachheit und Grazie, folgten 1853 die Gracchen, zwei Bronzebüsten von energischem Charakter und individueller Naturwahrheit. Seine Bronzestatue des achtlhe erschien 1855. Seitdem hatte er einen beträchtlichen Anteil an architektonischen und monumentalen Bildhauerarbeiten, welche er für Paris, Rheims, Dijon, Marseille u. s. w. ausführte. Im J. 1862 wurde er Mitglied des Instituts. Er war bereits Lehrer für die Abteilung der Bildhauerei an der pariser Kunstschule, als er 1865 zum Direktor derselben ernannt wurde.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 605Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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