Cabanel (Alexandre), franz. Maler, geb. zu Montpellier 28. Sept. 1823, besuchte in Paris das Atelier von Picot und erwarb 1845 den zweiten roßen Denr der Malerei, erhielt aber, da eine telle offen war das mit dem ersten Preise verbundene fünfjährige Stipendium zum Besuch der franz. Akademie in Rom. Nach seiner Rückkehr aus Italien arbeitete er eine Reihe von Werken, die, wie das Begräbnis des Moses (1852), die Verklärung Ludwigs des Heiligen (1855—56, Luxembourg-Museum), nach der klassischen Methode Davids gearbeitet sind. Andere seiner Bilder, wie die Courtisane Aglaê (1857, Rotterdam), npheur (1858, bei Madame Fould in Paris), der Nymphenraub (1861, in den Tuilerien), die Geburt der Venus (1863, ebendaselbst, beide verbrannt), die Vertreibung aus dem Paradiese (1866, München) u. s. w., sind sorgfältig komponiert, aber in der Darstellung üppiger Frauengestalten zum Teil zu raffiniert. Origineller, freier und kräftiger zeigte sich die Thätigkeit des Künstlers in den eckengemälden, die er in in Hees Privatgebäuden zu Paris ausführte. Sein bestes Werk, wo alles in ungezwungener Weise zu einem Ganzen inemandergreisf der Florentinische Dichter, ein reizendes Genrebild von origineller Anordnung und ebenso feiner Ausführung als Auffassung. Überhaupt erscheint C. als Genremaler am besten veranlagt; auch das Rudung gelingt ihm in diesem Sinne. Er ist kein empfindungstiefer und erfindungsreicher, aber ein feinfühlender und gebildeter Künstler. C. erhielt 1863 eine Lehrerstelle an der auf neuen Grundlagen organisierten Kunstschule zu Paris und wurde 1864 Mitglied des Instituts. ißt, sind unter K aufzusuchen.