Etex (Antoine), franz. Bildhauer, Architekt und Maler, geb. in Paris 20. März 1808, ging aus der klassischen Schule Ingres' und Pradiers hervor und besuchte die Akademie, wo er 1829 prämiiert wurde. Durch seinen Hyaeinth erlangte er w1829 ein ital. Reisestipendium. Nachdem er sich an der sch bis Arrih beteiligt, ging er auf Reisen, welche ich bis Afrika ausdehnten. Im Salon 1833 stellte er die Kolossalgruppe des Kain aus und erhielt nun die Ausführung von Gruppen für den Are de l'Etoile, sowie des Grabmonuments für Gericault übertragen. Seine volle Thätigkeit entfaltete der Künstler indessen erst nach der Revolution von 1848, an welcher er sich gleichfalls beteiligte. Die Mehrzahl seiner Werke sind öffentliche Denkmäler, für General Lecourbe in Lons-le-Saulnier, die Statue Rossinis in der Oper, Karls d. Gr. im Luxembourg, St.⸗Augustin in der Madeleine. Für das Ingres-Monument für Montauban lieferte E. das Modell, in München stellte er 1869 einen Hercules aus. Neben seiner eigentlichen Thätigkeit als Bildhauer pflegt der Künstler mit Erfolg das Fach der Baukunst, der Malerei, der Aidtagrarbie auch schrieb er ästhetisch-kritische Abhandlungen. Im J. 1864 erschienen von ihm zwei Bilder mit sozialer Tendenz, der Sklave des Altertums und der moderne Sklave. Als Lachaise führte er mehrere Monumente auf Pere-Lachaise, sowie Pläne zu Fontänen, Theatern u. s. w. aus. Als Agquarellist ist er ebenfalls beliebt. Für verschiedene illustrierte Zeitschriften hat er eine große Zahl von Zeichnungen verfertigt. Als Schriftsteller gab er heraus: «Beaux-arts. Cours public, fait à Passociation polytechniquen (1861), 4Cours élémentaire de dessin v, (Etudes sur G. Pradier et Ary Scheffer o (1859) u. a.