Guipuzeoa, eine der baskischen Provinzen in Spanien, am Busen von Biscaya, reicht im ND. bis an die Bidasoa, im SO. an Navarra, im SW. an Alava, im W. an Biscaya, ist 1885 ꝗkm groß und zählt (1883) 172426 E. Hauptstadt ist San-Sebastian. Ausläufer der Pyrenäen, gut bewaldet, durchziehen das Land; die Bewässerung ist trefflich, das Klima mild und gesund, die Berge werden bis auf die Höhe fleißig bebaut, Bergwerke werden ausgebeutet und zahlreiche industrielle Etablissements der Spanier, Franzosen und Engländer werden durch die reichliche Wasserkraft bewegt. Die wichtigen Fischer⸗ und Handelshäfen der mannigfach und malerisch eingeschnittenen Küste exportieren Eisen, Kupfer, Zinn, Leder, Wollgewebe und Leinen, so- wie gesalzene Fische. Auch die Industrie ist wichtig, wie in wenigen Provinzen Spaniens; es bestehen eine Fabrik von Seife, von Pianos, Wagen, Tapeten, Walratlichten, Zündhölzern, Spinnereien, Webereien und Spitzenfabriken, ferner Werften und Dampferbauanstalten, Eisengießerei, Papierfabriken u. s. w. Die Zahl der trefflichen und stark besuchten See-und Mineralbäder ist sehr groß. Vgl. Labramendi, 4Corografia de la provincia da G.v (Madr. 1882).