FeedGuntram
GeschichteBrockhaus 1882

Guntram, König der Franken, erhielt bei der Teilung des Reichs 561 nach dem Tode seines Vaters Chlothar I. die Herrschaft in Orlans und Burgund, und als sein Bruder Charibert 567 starb, auch in Aquitanien. In den unaufhörlichen Streitigkeiten seiner andern Brüder Sigibert von Austrasien und Chilperich von Neustrien und in der wütenden Feindschaft ihrer Gemahlinnen Brunehilde und Fredegunde wechselte er fortwährend die Partei und trug dadurch am meisten zur langen Dauer jener Familienkriege bei. G. überlebte seine Brüder und wurde nach der Reihe Vormund ihrer Nachkommen. Als er 28. März 592 ohne Nachkommenschaft starb, wurde Brunehildens Sohn Childebert II. sein Erbe.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 630Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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