Brunehilde, die Gemahlin Siegberts, Königs von Austrasien seit 561, eine Tochter des Ren Der Königs Athanagild, zeigte n mi . bei ihren Bestrebungen, die Macht der önheit roßen zu beuen, große Klugheit und Kühnheit, aber auch Graufamteit und Herrschsucht. Wegen der Ermordung ihrer Schwester Galswintha, die mit Siegberts Bruder, Chilperich, dem Könige von Soissons oder Neustrien, vermählt war, durch Fredegunde (I. d.), reizte sie ihren Gemahl zum Kriege gegen Chilperich, der Fredegunde geheiratet hatte. Siegbert ward 575 ermordet, B. von Chilperich gefangen, aber später nach Austrasien zurückgesendet, wo sie für ihren unmündigen Sohn Childebert regierte. Guntram, König von Burgund, schützte nach Chilperichs, seines Bruders, Ermordung 584 dessen Sohn und Fredegunde, welche nach Childeberts Tode, im J. 39 ßurb. 2 gegen B. Krie führte, aber schon 597 starb. Vor den austras. Großen floh B. zu ihrem jüngern Enkel Theodorich II., dem bei der Erbteilung Burgund, das 593 mit Austrasien vereint worden, zugefallen war, und den sie zum Kriege gegen seinen Bruder Theodebert von Austrasien anreizte. Dieser ward geschlagen und mit seinem Sohne 612 ermordet. aen 8 kündigte nun auch Chlotar II. von Neustrien, Chilperichs Sohn, den Krieg an, starb aber 613, worauf die 80jährige B. für den ältesten der vier unmündigen Söhne desselben von neuem die Regierung uam wollte. Aber die Austrasier, bei welchen damals die Ahnherren des spätern Karolingischen Königshauses den Ausschlag gaben, waren der Bürgerkriege müde und erhoben Chlotar zum König aller Frankenreiche, der B. gefangen nahm, sie des Mordes von 10 Personen aus dem königl. Hause bezichtigte und, nachdem sie drei Tage lang gefoltert, dann, auf ein Kamel gebunden, dem Heer zur Schau im Lager herumgeführt worden war, an den Schweif eines wilden Pferdes gebunden zu Tode schleifen ließ. Vgl. Richter, «Annalen des Fränkischen Reichs im Zeitalter der Merovingero (Halle 1873). Die Brünhilde, die in der deutschen Heldensage als Gemahlin Gunthers, des Königs der Burgunden, feindselig gegen Kriemhilde und deren Gemahl Siegfried erscheint, dessen Tod durch Hagen sie veranlaßt, steht zu der austrasischen B. in keiner Beziehung, sondern ist die Valkyrie Brynhildr der nordischen Mythologie. (S. Nibelungenlied.)