FeedGutschmid (Alfred von)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Gutschmid (Alfred von), Historiker, geb. 1. Juli 1831 in Loschwitz bei Dresden, besuchte die Kreuzschule in Dresden, studierte seit 1848 in Leipzig, dann in Bonn Philologie und Geschichte und promovierte 1854 an der leipziger Universität mit einer Abhandlung De rerum Aegyptiacarum scriptoribus Graecis ante Alexandrum Magnumo (abgedruckt im Philologus v», Bd. 10). Er privatisierte dann erst in Dresden, später in Leipzig, und wandte seine Studien mehr und mehr ausschließlich der Geschichte des Altertums und des Orients zu. Er schrieb in dieser Zeit: „Beiträge zur Geschichte des alten Orientso (Lpz. 1858), denen (Lpz. 1876) Neue Beiträgey folgten; Die Nabatäische Landwirtschaft und Geschwistero (in der „Zeitschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschafto, Bd. 15). Im J. 1861 wurde er ordentliches Mitglied der Sächsischen Gesellschaft der Wissenschaften, 1863 außerord. Professor der Geschichte an der Universität Kiel, 1866 ord. Professor daselbst. Hier erschien das Programm: De temporum notis quibus Eusebius utitur in chronicis canonibuso (Kiel w1868). Im J. 1873 wurde er nach Königsberg versetzt, Ostern 1876 folgte er einem Rufe nach Jena als Professor der klassischen Philologie, Ostern 1877 einem Rufe als ord. Professor der Geschichte nach Tübingen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 652Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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