Guyon (Richard), ungar. Revolutionsgeneral, — zu Bath in England 1812, trat 1828 in die rit. Legion in Portugal ein und kämpfte dort gegen Dom Miguel, trat 1832 als Offizier in österr. Dienste und nahm als Husaren-Oberlieutenant den Abschied. Im J. 1848 schloß er sich der ungar. Revolution an, kämpfte bei Tyrnau und Schwechat gegen die Kaiserlichen, schlug sich mit wenigen Husaren nach dem belagerten Komorn durch, trug am Tage der Schlacht bei Aes viel zum Siege der ungar. Waffen bei und wurde dafür zum General ernannt. G. trat zur Südarmee, verstärkte Peterwardeins Vorräte rechtzeitig, wurde aber bei Mosorin geschlagen und deckte zuletzt mit der ital. und poln. Legion die Flucht Kossuths bei Orsova und die dort, gegenüber von Ada-Kaleh und nahe der rumän. Grenze, bewirkte Vergrabung der ungar. Kroninsignien. Auch G. trat hierauf mit seinen Conversations-Lexikon. 13. Aufl. VIII. Truppen auf türk. Gebiet über, nahm den Islam an, wurde türk. General und befehligte, fortan Kurschid Pascha genannt, zu Damascus, wo er 1850 den Aufstand der Alttürken niederschlug. Während des Orientkriegs wurde G. dem nach Kaukasien entsendeten türk. Korps als Stabschef zugeteilt, vermochte jedoch dort keine großen Erfolge zu erreichen und starb zu Konstantinopel 12. Okt. 1856.