Gyrotrop (Kommutator, Inversor, Stromwechsler, Stromwender)! heißt jedes Instrument, welches, wie die nachstehenden Doppelfiguren 1a, 1b und 2a, 2b zeigen, dazu taugt, die Richtung des elektrischen Stroms, welcher durch oder um einen eingeschalteten Körper D fließt, schnell und beguem zu wechseln, und zwar derart, daß man den Strom, wenn er z. B. (Fig. 1a) links in den Zwischenkörper D ein- und rechts austrat, dann in entgegengesetzter Richtung durch oder um den eingeschalteten Körper D leiten kann. Die G. lassen sich in der mannigfaltigsten Weise konstruieren. Bei den in den Doppelfiguren 1 und 2 dargestellten G. zeigen die Pfeile den Lauf des elektrischen Stroms und i (Fig. 1) oder ein Zwischenquadrat (Fig. 24a und 25 auf dem Draht r b) die Stellen, wo die sich kreuzenden Stromleiter voneinander isoliert sind. Der Cylinder Odes in Fig. 1 abgebildeten G. besteht aus einem isolierenden Stoffe (Sartgummi, Guttapercha, Elfenbein, sehr trockenem Holze u. dgl. m.), welcher in der ersten Lage (Fig. 1a) mittels zweier metallener Parallelstreifen mu unders den Strom in der Richtung von links nach rechts durch oder um den eingeschalteten Körper D führt. Hierbei vermitteln die Metallfedern An und a m die Zuleitung, br und Bs die Zurückleitung des elektrischen Stroms bezüglich des eineschalteten Körpers. Nach einer Drehung (und Hiernon der Name G.) des Cylinders um einen Viertelkreis kommt das G. in seine zweite Lage (Fig. 10), wobei im Innern des Cylinders sich kreuzende und voneinander isolierte Drähte vz und xX mit den federnden Zuleitern Aw und xb und federnden Zurückleitern av und 23 des Stroms in metallische Berührung geraten. Hierdurch erscheint die Stromrichtung gewechselt (hiervon der Name Kommutator) oder umgekehrt (daher Inversor), indem jetzt der Strom bei D von rechts nach ünks läuft. In analoger Weise wechselt man die Stromrichtung mittels des G. in Fig. 2, wo die Umkehrung des Stroms dadurch hervorgebracht wird, daß man mittels einer Handhabe die Metallstreifen mun unders (Fig. 2a) aus ihrer ersten Lage in die zweite ur und sv (Fig. 2 b) dreht. In beiden Doppelfiguren erscheint bei A der positive, bei B der negative Pol der Stromquelle eingeschaltet; der Stromwechsel hat hierauf keinen Einfluß. Dagegen sieht man mittels der Pfeile bei a und b(vgl. Fig. 12 mit 1b und Fig. 2a mit 2b), d. i. hinter dem G., hrowetz (Adalbert), Komponist der wiener Schule, geb. 19. Febr. 1763 zu Budweis in Böhmen, machte sich zuerst in Wien durch Symphonien vorteilhaft bekannt und bildete sich dann durch einen siebenjährigen Aufenthalt in Italien, Frankreich und England zum fertigen Komponisten aus, dessen Fruchtbarkeit (30 Opern, 40 Ballette, 60 Symphonien, 19 Messen u. s.w.) außerordentlich war. Unter seinen Opern sind (Agnes Sorelv, testen. Von 1804 bis 1831 dirigierte er als Hofkapellmeister die Oper in Wien und starb 19. März 1850. In der „Biographie des Adalbert G.v (Wien 1848) hat er sein Leben selbst beschrieben.