FeedEsens
ErdkundeBrockhaus 1882

Esens, Stadt in der preuß. Provinz Hannover, Landdrosteibezirk und Kreis Aurich, Landgerichtsbezirk Aurich, am südl. Rande der Marsch, 4 km von der Nordseeküste, Eisenbahnstation der Ostfriesischen ½i zählt (1880) 2137 C. (1999 Lutheraner, 23 Katholiken, 98 Juden, 17 Sektierer), ist Sitz eines Amtes (mit 11945 C.), eines Amtsgerichts, hat eine evang. Pfarrkirche, eine Synagoge, eine Genossenschaftsbank, eine Armen⸗ und Arbeitsanstalt, Ackerbau, Pferde-und Rindviehzucht, Pferde- und Viehmärkte; von dem 4 Em nordwestlich gelegenen Küstenorte Bensersiel wird mit drei eigenen Schiffen von 301 Registertons Seeschiffahrt getrieben; die Einfuhr im Seeverkehr besteht vorzugsweise aus norweg. Holze. E. war Hauptort des Harlingerlandes (benannt nach dem Flüßchen und dem Meerbusen Harle); dasselbe, erst 1540 mit Ostfriesland vereinigt, bestand wesentlich aus den Häuptlingschaften oder Herrlichkeiten E., Stedesdorf und Wittmund.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 356Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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