FeedHalkyone
Sagen & MythenBrockhaus 1882

Halkyone (oder Alkyone, grch. lat. Alcyone) und ihr Gemahl Keyrx (lat. Geyx) wurden nach der griech. Sage in Eisvögel verwandelt, als H. den auf einer Seefahrt ertrunkenen Gatten ans Land gespült sah. Nach einer andern Erzählung wurden beide zur Strafe, weil sie sich Zeus und Hera nannten, von Zeus in 10 verwandelt, der Gatte angeblich in den Vogel gleichen Namens (vielleicht der Taucher), die Gattin in den Eisvogel (ννοε³ν½). Da aber die Eier der letztern von den Wogen weggeschwemmt wurden, so gebot Zeus aus Mitleid um die klagende Mutter den Winden, um die Brutzeit des Eisvogels 14 Tage lang (während der Halkyonischen Tage) nicht zu wehen. Nach der Ilias legten Idas und Marpessa ihrer Tochter Kleopatra, der Gemahlin des Meleager (s. d.) zur Erinnerung an ihre Klagen, als Apollon die Marpessa geraubt hatte, den Namen H. bei. Auch eine Tochter des Atlas, eine der Pleiaden, heißt H. Hdtl., bei naturwissenschaftlichen Namen Abkürzung für Haller (Albrecht von).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 729Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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