Halliwell-Phillipps (James Orchard), engl. Litterarhistoriker, geb. 21. Juni 1821 zu Chelsea, bezog 1837 die Universität Cambridge, wo er zwei Jahre verblieb. Litterarisch machte er sich zuerst durch eine Ausgabe der Reisen Sir N da Mandevilles (1839) bekannt. Er veröffentlichte dann einen „Account of the European manuscripts in the Chetham library at Manchestero (Manch. 1842). Roma gab er einen von ihm entdeckten metrischen oman aus dem 15. Jahrh.: „Torrent of Portugaly (Lond. 1842; 2. Aufl. 1856), und für die Shakspeare-Society die Urschrift der „Lustigen Weiber von Windsore» (Lond. 1842) heraus. Früchte seiner Beschäftigung mit der Shakspeare-Litteratur waren auch «Shakesperianaz (Lond. 1841) „Wife of Shakspeares (Lond. 1848) und 4Outlines of the „life of Shakspearen (3. Aufl. 1883). Verdienstvoll ist die Early history of freemasonry in Englando (deutsch von Asher, Hamb. 1842; von Marggraff, Lpz. 1842), das «Dictionary of archaic and provincial words (2 Bde., Lond. 1844—45; 9. Aufl. 1878) und die Sammlungen der Nursery frhymes of Englando und (Popular rhymes and nursery taleso. Durch die Herausgabe der Letters of the kings of Englando (2 Bde., Lond. 1846) machte er bisher in den Archiven begrabene interessante Schriftstücke dem Publikum zugänglich. H. „unternahm 1852 eine Ausgabe der sämtlichen Werke Shakspeares auf Subskription in Folio (16 Bände) mit Kommentar und prachtvollen Illustrationen, „welche 1865 vollendet wurde. Außerdem hat man von ihm Motes of excursions in North-Walesv (Lond. 1861) und „Rambles in Western Cornwallv (Lond. 1861) u. s. w. Auch wird ihm die Wiederherstellung von Shakspeares Geburtshause wie die Erwerbung desselben für die Stadt Stratford verdankt. Er lebt auf seiner Besitzung Hollingbury (Copse bei Brighton.