FeedHallmann (Anton)
Bildende KunstBrockhaus 1882

Hallmann (Anton), Architekt und Maler, geb. 1812 zu Hannover, erhielt seine erste künstlerische Ausbildung auf der münchener Akademie, verdankte jedoch besonders einem langen Aufenthalte in Italien seine vielseitige Richtung. Seit 1833 in Rom lebend, dann in Süditalien, beschäftigte er sich zunächst eingehend mit dem Studium der mittelalterlichen sicilianischen Architektur. In Verbindung mit dem Schriftsteller Wilhelm Schulz aus Dresden bereitete er eine Kupferstichausgabe dieser Aufnahmen in Rom vor, welche 1846 erschien. Dann unternahm er große Reisen durch Rußland, England und Frankreich, wo er Vorlesungen über die griech.⸗ russ. Baukunst und die Siciliens hielt. Er begab sich 1841 abermals nach Rom, wo er sich mehr der Pflege der Malerkunst widmete, in der dem Künstler, so bedeutend auch bei ihm der Formsinn ausgebildet war, die Kraft im Koloristischen nicht ausreichte. Die beiden folgenden Jahre brachte H. in Dresden und Berlin zu, kehrte dann noch einmal nach Rom zurück und schuf daselbst sein großes Olgemälde; ein Tag auf Cypern. Er starb in Livorno 29. Aug. 1845.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 738Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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