Hals (Frans), berühmter holländ. Maler, geb. zu Antwerpen 1584, studierte unter der Leitung von Karl van Mander in Harlem. Dem damaligen Geschmack entsprechend trat er unächst mit einem Gruppenbilde einer Genossenschaft, dem Gastmahl des Schützenkorpszum heil. Georg(1616, Museum in Harlem) hervor. Ahnliche Kompositionen entstanden dann 1627, jedoch bereits in viel gewandterer Farbengebung und schärferer Charakteristik. Die meisten seiner großen Arbeiten sind derartige Geamtgruppen von Vorständen oder arelbans so die Schützen vom heil. Andreas (in derselben Sammung), anderes im amsterdamer Rathaus, die Vorteher des Clisabethstiftes (1641, in Harlem). Fast roch geschätzter aber sind H. Einzelporträts, so die dille Bobbe in Harlem, die Trinker, Willem van huythuysen in der Liechtenstein-Galerie zu Wien u.a., n den Sammlungen von Berlin, Frankfurt, Kassel ind Paris. Alle seine uufaebt deren Zahl sehr edeutend. sind geistreich aufgefaßt, mit genialer Forbfat behandelt und sprechend ähnlich. Große rgfalt verwendete er auf die Kostüme und meisterhaft sind die Hände. Er ist einer der tüchtigsten Repräsentanten der damaligen holländ. Porträtmalerei, welche strebte, den Charakter mit möglichster Energie ans Licht treten zu lassen. H. starb Ende Aug. 1666. — Sein Bruder, Dirk . welcher 1656 in Harlem starb, strebte ihm in Technik und Auffassung nach, bewegte sich aber vorzugsweise auf dem Gebiete des Genre. Der Sohn Frans H., Frans H. der Jüngere, Schüler seines Vaters, malte Bildnisse, Genrebilder und Stillleben. Die Hauptwerke des ältern H. erschienen als Franz-Hals-Galerie. Radierungen von W. Unger, Text von L. Vosmaers (2 Abteil., Leid. 1875). Vgl. Bode, „Franz H. und seine Schule. Ein Beitrag zu einer krit. Behandlung der holländ. Malerei⸗ (Lpz. 1871).