FeedFleischhackmaschine
Bildende KunstBrockhaus 1882

Fleischhackmaschine, s. unter Fleischwarenfabrikation; Abbildungen auf der dazugehörigen Tafel, Fig. 1 u. 5. leischliche Vergehen, s. Unzucht. leischmann (Friedr.), Kupferstecher, geb. in Nürnberg 23. März 1791, gehört zu denjenigen Caaland v welche die zu jener Zeit besonders in England beliebte sog. Punktiertechnik des Stichs in Deutschland einbürgerten. Indes bezeichnet F.s Manier bereits den Niedergang der Kupferstecherkunst, wie er denn auch schon Maschinen anwendete, um gleichmäßige Flächen, z. B. Luft, Hintergründe, in Linien auszudrücken. Auch im Stahlstich, welcher gleichfalls über den Kanal eingebürgert worden war, versuchte er sich. F.s Thätigkeit war eine höchst fruchtbare, er soll fast 2000 Blätter, freilich von sehr ver chiedenem Werte, gestochen haben, darunter sehr viele Bildnisse, zu denen er die Originale auf Reisen in England und in den Niederlanden fand. Verdienstvoll sind seine vier Kirchenstützen nach A. Dürer, dessen Selbstporträt in der münchener Sammlung, ein Heiland, angeblich nach Leonardo da Vinci. Seit 1831 in München ansässig, setzte er hier seine Thätigkeit eifrig fort, starb jedoch ragender Forscher und Schrülseeler auf dem Gebiete der Milchwirtschaft, geb. 31. Dez. 1837 in Erlangen, studierte nach Aolvierten Gymnasialbesuche in Würzburg, Erlangen und München Naturwissenschaften. Nachdem F. in Liebigs Laboratorium in München gearbeitet hatte, erhielt er 1863 die Stellung eines Lehrers für Naturwissenschaften an der Gewerbeschule und Vorstandes der landwirtschaftlichen Versuchsstation in Memmingen und siedelte 1867 als Rektor der königl. Gewerbeschule nach Lindau am Bodensee über. Von hier aus hatte F. vielfache Gelegenheit, die Viehzucht und Milchwirtschaft des Algaues und Vorarlbergs kennen zu lernen und durch Vorträge u. s. w. für die Hebung dieser Zweige der Landwirtschaft in den betreffenden Gegenden äußerst segensreich zu wirken. Seiner höchst gediegenen litterarischen Arbeiten wegen erhielt F. 1876 den Ruf als Vorstand der wilchwirtschaftlichen Versuchsstation und der Molkereischule für männliches Personal in Raden (Mecklenburg-Schwerin). Von F.s litterarischen Arbeiten sind, abgesehen von zahlreichen Publikationen in der «Milchzeitungo, nal für Landwirtschafte u. s. w., zu nennen: Landwirtschaftliche Wandervorträger (Lindau 1871), Studien über das Molkereiwesen in Dänemark, Schweden und Finland» (Danzig 1875), Das Swartzsche Aufrahmungsverfahreno (2. Aufl., Brem. 1878), Das Molkereiwesen v (Braunschw. 1879), „Bericht des milchwirtschaftlichen Vereins an das königl. her de Ministerium für Landwirtschaft u. s. w. über den gegenwärtigen Stand der milchwirtschaftlichen Unternehmungen und Molkereischulen in Deutschlande (Brem. 1882), Jahresberichte über die Thätigkeit der milchwirtschaftlichen Versuchsstation in Raden für 1878—815.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 894Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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