FeedHammacher (Friedr.)
Handwerk & GewerbeBrockhaus 1882

Hammacher (Friedr.), liberales Mitglied des Reichstags und des Preußischen Abgeordnetenhauses, geb. 1. Mai 1824 in Essen, besuchte das Gymnasium seiner Vaterstadt, studierte 1842—45 in Bonn und Berlin Jurisprudenz und trat hierauf in den Staatsdienst, den er jedoch 1850 infolge seiner Beteiligung an der politischen Bewegung des Jahres 1848 verlassen mußte. Er widmete sich seitdem kaufmännischen Geschäften, insbesondere in der Montanindustrie Rheinlands und Westfalens, und wurde Vorsitzender des Vereins für die bergbaulichen Interessen im Oberbergamtsbezirk Dortmund. Als Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses, dem er seit 1864, und des Reichstags, dem er mit kurzer Unterbrechung seit 1869 angehört, schloß er sich der nationalliberalen Fraktion an, und nahm insbesondere an allen wirtschaftlichen Fragen einen hervorragenden Anteil. Im Abgeordnetenhause vertritt er den fünften, im Reichstage den sechsten Wahlkreis des Regierungsbezirks Düsseldorf. Im 1884 beteiligte er sich an der Gründung des eutschen Kolonialvereins, dessen zweiter Vorsitzender er ist. H. lebt seit neuerer Zeit in Berlin.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 760Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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