Hanfseil, s. unter Seilerwaren. Haufstängl (Franz), einer der ausgezeichnetsten Lithographen und Photographen Deutschlands, eb. 24. März 1804 in Bayernrain (bayr. Oberand), kam 1816 nach München in des Professors Mitterer Feiertagsschule, worauf er 1819—25 die Akademie besuchte. Doch kehrte er später zur Lithographie zurück Nach Mitterers Tode (1829) ward 95 Nachfolger desselben in der Professur an der öhern Feiertagsschule, legte aber 1833 diese Stelle nieder, um eine lithographische Anstalt zu errichten, und siedelte 1835 nach Dresden über, um die vorzüglichsten Gemälde der königl. Galerie in Steindruck herauszugeben; das Unternehmen umfaßt 190 große Blätter. Im J. 1844 gründete H. in München ein neues großes Atelier, das in Dresden als Filiale seinen Brüdern Hans und Max H. überlassend; 1848 errichtete er ein galvanographisches Atelier und 1853 ein großartiges photographisches Institut. Aus dieser Anstalt gingen umfassende Werke von künstlerischem Werte hervor: die Salonausgabe des dresdener Galeriewerks, zahlreiche Blätter aus der münchener Glyptothek und Pinakothek und eine Anzahl von Blättern unter dem Titel «Galerie moderner Meistero; in der neuesten Zeit unter Leitung seines Sohnes Edgar H. die Prachtblätter aus dem Maximilianeum und der alten Pinakothek, sowie die königl. Galerie Kassel und seit 1884 die Staatsgalerie älterer Meister zu Brüssel. H. starb 18. April 1877 in München.